40 Mitarbeiter gekündigt: Jacobs-Gruppe baut auf und ab

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Die Aachener Jacobs-Gruppe hat sich von 40 Mitarbeitern getrennt, bestätigt Geschäftsführer Daniel Jacobs. Die Mitarbeiter erhielten die Kündigung „aufgrund der Marktgegebenheiten“.

Die Dieselkrise, an der der VW-Konzern einen erheblichen Anteil hat, habe dazu geführt, dass vor allem der Gebrauchtwagenmarkt derzeit nicht mehr richtig anspringt. Teilweise, so sagt es der Firmenchef, trenne man sich von Mitarbeitern auch aus Leistungsgründen. Die Jacobs Gruppe ist mit sechs Marken und künftig acht Standorten und über 1000 Mitarbeitern einer der Branchenführer. Die Gruppe gehört seit 2005 zum Auto-Imperium des US-Händlers Penske. Einen Betriebsrat gibt es nur an einem Standort. „Die Mitarbeiter sind durchaus zufrieden mit unserem Umgang mit ihnen, unsere Angebote sind sehr arbeitnehmerorientiert“, sagt Jacobs.

Auch von dem Mitarbeitern, die gerade von einer Kündigung betroffen seien, hätten nur wenige einen Arbeitsrechtler beauftragt, meistens einige man sich einvernehmlich.

„Servicefactory“ entsteht

Zuletzt wurde die Belegschaft Ende Januar informiert , dass sich die Jacobs Gruppe von vier Standorten (Düren-Birkesdorf, Simmerath, Übach-Palenberg und Erkelenz) trennen wolle. Das Unternehmen wolle sich mit Beginn des Jahres auf „wichtige, gemeinsam mit den Herstellern und der amerikanischen Muttergesellschaft Penske Automotive favorisierten und vor allem zukunftsfähigen Standorte konzentrieren“, so teilte es die Firma damals mit. Alle betroffenen 160 Mitarbeiter sollten an Bord bleiben.

Der Geschäftsführer sagt auch, dass man keine weiteren Kündigungen plane, sogar weitere Mitarbeiter einstellen wolle. Im Industriegebiet Aachen-Kellershausstraße wurde vor zwei Wochen der Grundstein für eine etwa 5000 Quadratmeter große „Servicefactory“ gelegt. Für Lackier-, Karosserie- und Smart-Repair-Arbeiten benötige man an diesem Standort ab Mitte 2020 weitere 60 Kollegen.

(pa)
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