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Irischer Billigflieger macht sich unbeliebt

Irischer Billigflieger macht sich unbeliebt

Maastricht/London (an-o/dpa/tei) - Die Starterlaubnis für die irische Billigfluglinie Ryanair am Maastricht-Aachen-Airport hat für Verstimmung beim Mitbewerber KLM exel gesorgt. Unterdessen hat Ryanair ein weiteres Unternehmen aus dem Billigflug-Sektor gekauft.

In Maastricht ist Airport-Direktor Jan Tindemans in die Kritik geraten. Die dort beheimatete Fluggesellschaft KLM exel wirft ihm vor, er habe die Start- und Landelizenzen für Ryanair ohne Absprache und vorherige Information vergeben. Als besonders ärgerlich bewertet KLM exel, dass die irische Billigfluglinie nun mit dem Zielflughafen London-Stansted die gleiche Route bedienen soll wie der niederländische Anbieter, der seit zehn Jahren am Maastricht-Aachen-Airport ansässig ist. Bei KLM exel überlegt man bereits, die Verbindung Maastricht-Stansted nun einzustellen.

Davon unbeeindruckt hat unterdessen Ryanair den niederländischen Konkurrenten Buzz - eine KLM-Tochter - gekauft. Der Kaufpreis betrug 23 Millionen Euro und wird von Ryanair-Vorstandschef Michael O´Leary als "Schnäppchen" eingestuft. Unprofitable Routen von Buzz sollen geschlossen werden. Auf den übrigen will Ryanair Kosten und Preise senken sowie die Flugfrequenz erhöhen.