1. Wirtschaft

Aachen: IHK Aachen sieht „Funken Hoffnung”

Aachen : IHK Aachen sieht „Funken Hoffnung”

Einen „Hoffnungsschimmer” leitet die Industrie- und Handelskammer Aachen aus den Ergebnissen einer neuen Konjunkturumfrage ab.

Trotz großer Probleme sei eine leichte konjunkturelle Aufhellung gegenüber der Herbstumfrage festzustellen, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes am Donnerstag. Aber in fast allen Bereichen geht der Stellenabbau weiter.

Bei Konjunkturumfragen ist der Klimaindex eine wichtige Größe für die zukünftige Lageeinschätzung. Bei der Umfrage der IHK Aachen - es beteiligten sich 536 Unternehmen mit 51.905 Mitarbeitern - stieg der Klimaindex gegenüber der letzten Herbstumfrage um zwölf Punkte auf 114 Zähler.

Hauptgeschäftsführer Drewes: „Die aktuelle Bewertung ist als Anzeichen zu werten, dass die Konjunktur keinen weiteren Boden unter den Füßen verliert.” Positiver ausgedrückt: Es könnte ein erstes Anzeichen dafür sein, dass sich „die Dinge zum Besseren wenden”.

Aber noch bewertet der Umfrage zufolge nur jedes fünfte Unternehmen in der Region seine Geschäftslage als gut. Die Sorge um die wirtschaftlichen Folgen eines Irakkrieges dämpfe vor allem die Investitionslust, sagte Drewes.

So sei in der Industrie nahezu in allen Branchen bei den Investitionsplanungen eine Korrektur nach unten zu erkennen.

Insgesamt wird in der Industrie jedoch eine leichte Aufwärtsentwicklung registriert, wobei vor allem die Chemiebranche und das Ernährungsgewerbe sich „gut behaupten”. Die meisten Branchen klagen aber vor allem über eine rückläufige Auftragslage.

Handel und Baugewerbe bezeichnete Drewes als besondere Sorgenkinder. Flaue Geschäfte, geringe Bautätigkeit, steigender Preisdruck und verschlechterte Ertragslage: Da könne man schon von einer „dramatisch schlechten” Entwicklung sprechen.

So erwarten im Baugewerbe 70 Prozent der Firmen, dass es weiter abwärts geht; 65 Prozent rechnen mit einer weiteren Abnahme der Beschäftigung.

Der Arbeitsmarkt bleibe die größte Belastung für die Binnenwirtschaft, sagte Drewes, der darauf verwies, dass neben Bau und Handel auch die Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Gummi- und Kunststoffwarenherstellung, der Papier- und Druckindustrie, der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie der chemischen Industrie mit einer Fortsetzung des Stellenabbaus rechneten.

Positive Ausnahmen sind Ernährungsindustrie und - mit abgeschwächter Tendenz - nach wie vor der Dienstleistungsbereich.