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Aachen/Düren: Hinter dem Komma gibt es wichtige Verbesserungen

Aachen/Düren : Hinter dem Komma gibt es wichtige Verbesserungen

Die konjunkturelle Belebung hält trotz der aktuellen Eintrübung den regionalen Arbeitsmarkt weiter in Schwung. Zwar blieben in den Bezirken Aachen und Düren die Arbeitslosenquote mit 9,6 bzw. 8 Prozent unverändert.

Doch hinter den nackten Zahlen hat sich einiges zum Positiven gewendet. Darüber berichteten am Mittwoch die Agenturen für Arbeit in Aachen und Düren.

Fertigungsberufe

Gegenüber dem Vormonat sind im Aachener Bezirk 222 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Minus von 0,6 Prozent. Mit 37.820 Arbeitslosen ist die Zahl deutlich besser als zum Jahresbeginn mit 38.689 Personen. Im Vorjahr lag die Quote mit 11,5 Prozent um 1,9 Prozentpunkte höher. Damals waren 45.042 Personen arbeitslos gemeldet. Nach Angaben der Aachener Agentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit in ihrem Bezirk im Laufe des letzten Jahres um 16 Prozent zurückgegangen.

Im Bereich der Dürener Agentur für Arbeit verringerte sich von März auf April die Zahl der Arbeitslosen um 79 auf 10.558. Im Vergleich zum Vorjahr sind somit 2591 Personen weniger arbeitslos. Das sind 20 Prozent.

Insgesamt meldeten sich 1127 Personen neu arbeitslos. Demgegenüber stehen 1099 Personen, die sich aus der Arbeitslosigkeit verabschiedeten. Die Dürener Agentur für Arbeit hatte 1003 offene Stellen im Angebot - 32 mehr als im März. Die Mehrzahl kam aus dem Bereich der Fertigungsberufe.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hält sich im Aachener Bezirk im April mit 2166 Stellen auf dem hohem Niveau des Vormonats, als 2157 Stellen eingeworben wurden. An die starke Entwicklung des Vorjahres kann der April allerdings nicht mehr heranreichen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Zahl der neu gemeldeten Stellen um 15 Prozent zurück.

Auch in Nordrhein-Westfalen ist dank guter Konjunktur die Zahl der Arbeitslosen im April gesunken. Insgesamt waren landesweit 782.440 Menschen ohne Job, das waren 12,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Im Vergleich zum März ging die Arbeitslosenzahl um 0,7 Prozent zurück. „Wir registrieren die zunehmende Skepsis in der Wirtschaft, auf dem Arbeitsmarkt ist davon aber noch nichts zu spüren”, sagte Regionalchefin Christiane Schönefeld. Die Nachfrage nach Arbeitskräften habe sich zwar etwas abgeschwächt, qualifizierte und flexible Jobsuchende fänden aber gute Beschäftigungsbedingungen.

Die Arbeitslosenquote ging von 8,8 Prozent im März auf 8,7 Prozent zurück. Vor einem Jahr war die Quote mit 10 Prozent noch zweistellig. Weil schon im Februar und März die typische Winter-Arbeitslosigkeit abgebaut werden konnte, fiel der Rückgang im April etwas geringer aus als in anderen Jahren. Die größten Unterschiede bei der Arbeitslosenquote gibt es zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet. Am besten sieht es im Bereich der Arbeitsagenturen Coesfeld (Arbeitslosenquote: 4,5 Prozent) und Rheine (4,7) aus. Dagegen sind Dortmund (13,3) und Gelsenkirchen (13,5) die Schlusslichter.

In NRW suchen 60.940 Jugendliche Lehrstelle

Insgesamt 60.940 Jugendliche sind derzeit in Nordrhein-Westfalen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dem stünden 37.810 freie Lehrstellen gegenüber, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Der Aachener Agentur für Arbeit wurden seit Oktober letzten Jahres 3557 Ausbildungsstellen gemeldet - zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 3911 Bewerbermeldungen - acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Im Raum Düren wurden seit Oktober mit 1071 Lehrstellen 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum gemeldet. Gleichzeitig sank die Bewerberzahl um 13 Prozent auf 1374 Jugendliche.