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Gewinn bei RWE bricht ein

Gewinn bei RWE bricht ein

Essen (an-o/lnw/ap - Der Energieriese RWE AG, Essen, rechnet 2003 mit einem "deutlichem Gewinneinbruch".

Trotz erwarteter zweistelliger Wachstumsraten beim betrieblichen Ergebnis werde der Nettogewinn deutlich unter dem Niveau von 2002 liegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Nach unbestätigten Berichten soll das Nettoergebnis um rund 40 Prozent einbrechen und damit um etwa 500 Millionen Euro niedriger liegen als im laufenden Jahr.

Gründe für den Gewinneinruch seien unter anderem konjunkturell bedingte Ergebnisrückgänge im Geschäftsfeld Umweltdienstleistungen und bei Heidelberger Druckmaschinen sowie die planmäßigen Goodwill-Abschreibungen von 1,1 Milliarden Euro auf Unternehmenskäufe, berichtete RWE. Dadurch werde sich der Schuldenstand netto auf insgesamt 26 Milliarden Euro erhöhen. Er soll durch Beteiligungsverkäufe (Heidelberger Druck, Hochtief) vermindert werden.

Intern wird offenbar Vorstandschef Dietmar Kuhnt vorgeworfen, er habe zahlreiche Beteiligungen zu teuer eingekauft. Auch Aufsichtsratschef Friedel Neuber steht unter Beschuss, weil er sich Sanierungskonzepten widersetze, die zu Lasten einzelner Standorte gehen würden.