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Hamburg: GdL-Chef berichtet von Psychoterror

Hamburg : GdL-Chef berichtet von Psychoterror

Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell, ist zuversichtlich, den Tarifstreit mit der Bahn zu gewinnen: „Wir stehen diesen Arbeitskampf durch.”

Das Angebot der Bahn, einmalig 2000 Euro zu zahlen, bezeichnete er als „Volksverblödung”. Dies sei „Geld, das den Kollegen ohnehin schon gehört”, erläuterte er und begründete dies damit, dass die Bahn Überstunden nicht vergütet, sondern das Geld angelegt habe.

Schell beschuldigt die Bahn in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview des Magazins „Stern”, „Psychoterror” zu schüren. „Die Abmahnungen und die Kündigungen wird die Bahn zurücknehmen müssen”, sagte der GDL-Chef. Bahn-Personalchefin Margret Suckale kritisierte er als eine „Außerirdische”, die die Eisenbahnerfamilie zerstört habe.

Schell zufolge hat es auch Drohungen von Bürgern gegen die Lokführer-Gewerkschaft gegeben. „Es gab Drohungen gegen mich, Drohungen gegen Angestellte von uns, es hieß schon: Der Nächste, der das Haus verlässt, wird abgeknallt. Es gab Bombendrohungen. Es gab Anrufe: Der Schell wird seine Rente nicht mehr erleben”, sagte Schell weiter. Er lasse sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen.

Vorwürfe, er habe sich mitten während des Arbeitskampfes in die Kur verabschiedet, wies der GDL-Chef zurück. „In bin nicht weg, ich bin rund um die Uhr erreichbar”, erläuterte Schell. Falls die Bahn „mit einem neuen, einem wirklichen Angebot” komme, würde er sofort zu den Verhandlungen eilen.