Fünf Firmen bei Aachener Innovationspreis

AC²-Innovationspreis : Ideen, mit denen die Region punkten kann

Sie sind der Motor der ganzen Region: Firmen und Unternehmen, die mit neuen Produkten und neuen Innovationen auf sich aufmerksam machen und sich der großen Probleme der heutigen Zeit annehmen.

Mit dem AC²-Innovationspreis werden solche Unternehmen ausgezeichnet, die sich mit ihren Ideen besonders hervortun. Wer von den fünf diesjährigen Kandidaten den Preis gewinnt, wird sich am Donnerstag, 06. Juni, im Krönungssaal des Aachener Rathauses zeigen.

Die Schirmherrschaft übernimmt NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, die Festrede wird Prof. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH, halten. Zusätzlich werden auch der Gründerpreis und ein Preis für die beste Wachstumsinitiative vergeben. Nominiert sind Firmen aus der Verpackungsindustrie, der Marktforschung und der Lasertechnik.

Andreas Fachet, Geschäftsführer von CL. RICK. Foto: CL. RICK

Das 1873 gegründete Unternehmen CL.RICK Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG ist einer der größten Hersteller von Einweggeschirr sowie Verpackungs- und Lebensmittelschalen auf dem deutschen Markt. Das Einweggeschirr wird aus Frischfaserkarton und Verpackungs- und Lebensmittelschalen aus reinem Zellstoffkarton produziert, welcher ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Die neuen Produkte ermöglichen eine Herstellung mit weniger Grundmaterial und reduzieren so einen erheblichen Teil der anfallenden Abfallmenge. Geschäftsführer ist Andreas Fachet.

Der Geschäftsführer der Cognesys GmbH aus Aachen, Bern Schönebeck. Foto: Cognesys

Die Cognesys GmbH aus Aachen entwickelt Lösungen für sprach- und textbasierte Anwendungen mit Schwerpunkt auf den Dienstleistungssektor in verschiedenen Branchen. Bernd Schönbeck gründete das Unternehmen 2005. Das Besondere an Cognesys semantischen Verfahren ist, dass das System nicht wie üblich nach Schlüsselworten sucht, sondern den Zusammenhang und den Sinn des Gesagten oder Geschriebenen versteht.

Die CEO und Gründerin der Dialego AG in Aachen, Andera Gadbeib. Foto: Dialego

Dadurch werden Kundenanfragen automatisch interpretiert und weiterverarbeitet. Hieraus entstehen auf Seiten des Unternehmens Vorteile, wie eine drastische Verkürzung der Bearbeitungszeiten bis hin zu Echtzeitbearbeitung. Für die Unternehmen bedeutet das eine Reduzierung der Bearbeitungskosten.

Dr. Oliver Steffens, Geschäftsführer Technologie, Strategie und Finanzen der Lunovu GmbH Aachen. Foto: das-design/Sabine Schmidt

Seit 1999 ist die Dialego AG und ihre Gründerin Andera Gadeib aus Aachen in der Online-Forschung tätig. Seit der Gründung entstanden verschiedene Software-Innovationen, darunter die Dialego BrandSculpture. Diese zeichnet ein Abbild des Beziehungsgeflechts zwischen Konsumenten und Marken oder Produkten, die Markeninhabern in Zeiten eine Orientierung gibt. Das Tool gestattet es, die Position einer Marke im Marktsegment zu verorten. Die Ergebnisse zeigen in plastischer Darstellung Kaufpotentiale und Markensubstitution auf.

Hatim Hemeda und Christian Wilkes, die Geschäftsführer der PL BioScience GmbH Aachen. Foto: Andreas Schmitter

Die Lunovo GmbH aus Herzogenrath entwickelt und fertigt Laser-Maschinensysteme für Forschung und Industrie. Oliver Steffens ist einer von drei Geschäftsführern und verantwortlich für die Technologie und Finanzen. 2018 wurde das eLMD-System, das die Möglichkeit bietet, 3D-Strukturen aus Metall direkt auf bestehende Bauteile „aufzudrucken“, zur Marktreife gebracht. Neu ist dabei der Einsatz von Laser-Scan-Systemen in der Maschine, die bestehende Bauteilgeometrien digitalisieren. Der Anwender kann auf Basis der digitalisierten Modelle 3D-Strukturen definieren, für die das System automatisch alle erforderlichen Werkzeugbahnen berechnet.

Das Biotechnologie-Unternehmen PL BioScience GmbH aus Aachen nutzt das breite Potential humaner Blutplättchen, welche es durch einen Recyclingprozess weiterverarbeitet: Das Spin-Off der RWTH Aachen wird geleitet von Hatim Hemeda und Christian Wilkes. Das Unternehmen verwertet ungenutzte Blutkonserven und produziert hieraus ein neuartiges, hocheffizientes Medium zur Zellkultivierung, welches das bisher genutzte Fetale Kälberserum ersetzen kann.

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