Aachen/Düren/Düsseldorf: Frühling belebt auch regionalen Arbeitsmarkt

Aachen/Düren/Düsseldorf: Frühling belebt auch regionalen Arbeitsmarkt

Der Frühling belebt auch den Arbeitsmarkt in der Region. Die Agentur für Arbeit Aachen verzeichnet für den März einen leichten Rückgang.

„Der Arbeitsmarkt im März zeigte sich leicht entspannt”, sagt Leiterin Gabriele Hilger. „Impulse für Beschäftigung gehen derzeit insbesondere vom Gesundheits- und Pflegesektor, dem Handel und dem verarbeitenden Gewerbe aus.” Aufgrund der starken Bewegung beim Einzelhandel biete auch diese Branche traditionell gute Möglichkeiten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Auch bei der Agentur für Arbeit Düren ist die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat leicht gesunken. „Bei den wichtigsten Indikatoren geht es in Düren aufwärts: Wir liegen bei unseren Neumeldungen in Arbeitslosigkeit deutlich unter der Marke des Vorjahres”, sagt Agenturchefin Claudia Steinhardt. Ebenso erfreulich sei die Steigerung bei den Übergängen der Arbeitslosen in die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Februar. „Hier zeigt sich deutlich, dass der Arbeitsmarkt aufnahmefähig ist, und das werden wir auch in Zukunft nutzen.”

Auch der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn sieht in der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt deutliche Zeichen für eine Frühjahrsbelebung. „Der Arbeitsmarkt im Kreis Düren zeigt sich unbeeindruckt von der konjunkturellen Schwächephase im Jahreswechsel 2011 auf 2012. Die bislang benachteiligten Arbeitslosengeld-II-Empfänger profitieren hierbei zunehmend”, sagt Spelthahn. Die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger („Hartz-IV-Empfänger”), die eine Beschäftigung aufnahmen, ist laut Agentur im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 66,3 Prozent gestiegen. Das heißt von 270 auf 449 Personen.

Trend ab April noch stärker

In Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der Arbeitslosen erstmals in diesem Jahr zurück. Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,1 auf 8,2 Prozentpunkte, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesanstalt für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf mit. „Wir erleben jetzt den Beginn der saisonalen Belebung auf dem NRW-Arbeitsmarkt”, sagt die Chefin der Bundesagentur für Arbeit in NRW, Christiane Schönefeld. Ab April dürfte sich dieser Trend verstärken. Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb im März mit 38 176 Stellen auf dem Niveau des Vormonats.