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Aachen: Freie Stellen werden immer rarer

Aachen : Freie Stellen werden immer rarer

Die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt wurde auch im April von der anhaltenden Wirtschaftsflaute bestimmt, heißt es beim Arbeitsamt Düren. Da fällt es schwer, einige Lichtblicke aufzuzeigen.

Das Arbeitsamt Aachen hebt im gestern veröffentlichten Arbeitsmarktbericht positiv hervor, dass „immer mehr Arbeitslose die gegebenen Möglichkeiten nutzen, ihre Arbeitslosigkeit durch eine selbstständige Tätigkeit zu beenden”.

So wählten allein im Berichtsmonat April 193 Personen den Weg in die Selbstständigkeit. Seit Anfang des Jahres nutzen den Angaben zufolge genau 606 Personen (221 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres) die Vorteile von finanziellen Fördermöglichkeiten wie z. B. Gewährung von Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschüssen bei der Förderung von so genannten Ich-AG´s.

Übereinstimmend beklagen die Arbeitsämter in Aachen (zuständig für Stadt und Kreis Aachen sowie Kreis Heinsberg) und in Düren (zuständig für das Kreisgebiet Düren), dass die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr weiter zurückgegangen ist. So wurden dem Aachener Amt gegenüber dem Vorjahresmonat 206 oder 13 Prozent weniger freie Stellen gemeldet. Gegenüber dem Monat März 2003 bedeuten die im April gemeldeten 1380 Stellen allerdings ein Plus von 12 Prozent.

In Düren betrug bei 432 freien Stellen der Rückgang gegenüber dem Vorjahr mehr als 20 Prozent. Im gesamten Jahresverlauf wurden mit 1542 Stellen 14 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum davor gemeldet.

Das Arbeitsamt Aachen registrierte gegen Ende des Berichtsmonats insgsamt 40 933 Personen als arbeitslos, 146 (minus 0,4) weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es jedoch mit 6206 Personen (plus 17,9 Prozent) einen deutlichen Anstieg. Die Arbeitslosenquote im Bereich des Arbeitsamtes sank im April zwar um 0,1 auf 10,7 Prozent, war jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte höher.

Auch im Kreis Düren ist die Arbeitslosenquote gegenüber März um 0,1 Prozent gesunken. Mit 9,4 Prozent liegt sie aber um 0,6 Prozentpunkte über Vorjahresniveau. Insgesamt sind 11 952 Personen arbeitslos gemeldet. „Nach wie vor deuten die Arbeitsmarktindikatoren auf einen Abbau von Arbeitsplätzen hin”, so das Arbeitsamt Düren. Wie problematisch sich die Lage entwickelt hat, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen überdurchschnittlich erhöht hat.