Heinsberg: Frauenrath: Wandel zum Komplettanbieter mit 420 Mitarbeitern

Heinsberg: Frauenrath: Wandel zum Komplettanbieter mit 420 Mitarbeitern

Die Unternehmensgruppe Frauenrath feiert am Freitag in Heinsberg ihr 150-jähriges Bestehen. Was im Jahr 1868 mit dem selbstständigen Pflasterer Gereon Frauenrath in Hückelhoven-Hilfarth begann, hat sich zu einem Komplettanbieter rund ums Bauen mit den beiden Standorten in Heinsberg und im sächsischen Bretnig entwickelt.

Die Unternehmensgruppe mit ihren 420 Mitarbeitern arbeitet heute im Straßen-, Verkehrswege-, Erd- und Kanalbau, in der Projektentwicklung, dem schlüsselfertigen Hochbau und Facility Management, im Landschaftsbau, Recycling und Abbruch.

Umgesetzt wurden in unserer Region zum Beispiel jüngst das Tor zum RWTH-Campus Melaten in Aachen oder in einer Arbeitsgemeinschaft die komplette Erschließung eines Umsiedlungsstandortes in Erkelenz für fast 1700 Menschen.

Die Geschichte der Gruppe zieht sich durch bewegte Zeiten, sie umspannt Konjunkturen, Krisen und Kriege. Lange Zeit bildet der Straßenbau das Kerngeschäft, seit den 1980er Jahren wird jedoch diversifiziert. Nach der deutschen Wiedervereinigung ging Frauenrath zudem in die neuen Bundesländer. Der Standort im sächsischen Bretnig wurde 1992 gegründet.

Bis dahin unbekannte Wurzeln

Eigentlich hatte Frauenrath erst im Jahr 2000 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. „Aber es hat meinen Vater nie losgelassen, mehr über unsere Geschichte zu erfahren“, sagt Gereon Frauenrath, geschäftführender Gesellschafter. Zwei Unternehmenshistoriker fanden in der Folge die bis dahin unbekannten Wurzeln im Hilfarther Pflasterbetrieb aus dem Jahr 1868.

Aktuell profitiere das Unternehmen von der guten Konjunktur am Bau, sagt Gereon Frauenrath. Eine große Herausforderung ist jedoch der Fachkräftemangel: „Gutes Personal zu gewinnen, ist im Moment unsere größte Herausforderung“, sagt Jörg Frauenrath, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter. Die Digitalisierung biete dabei Chancen, die Berufe in der Baubranche auch in Zukunft für junge Menschen interessant zu machen. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter blicken mit Zuversicht auf die nächsten Jahre. Der Ausbau der Komplettanbieterstrategie, die Gewinnung von neuen, qualifizierten Mitarbeitern und die Digitalisierung, bei der Frauenrath sich als Vorreiter sieht, seien die zentralen Zukunftsthemen.