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Aachen/Düren: Flaue Konjunktur wirft Arbeitsmarkt zurück

Aachen/Düren : Flaue Konjunktur wirft Arbeitsmarkt zurück

„Die für März erhoffte erste Frühjahrsbelebung des Arbeitsmarktes ist ausgeblieben.”

So fasst das Arbeitsamt Aachen in seinem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht die Entwicklung im Arbeitsamtsbezirk - Stadt und Kreis Aachen sowie Kreis Heinsberg - zusammen.

Die negative Entwicklung sei fast ausschließlich konjunkturell bedingt. Dies zeige sich besonders deutlich in der Tatsache, dass dem Arbeitsamt nur rund 1200 offene Stellen gemeldet wurden, 35 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Gesamtarbeitslosigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vormonat entgegen dem sonst im März üblichen Trend im Arbeitsamtsbezirk Aachen leicht um 100 Personen. Sie liegt nun bei 41 079 Personen.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl sogar um knapp 5900 Personen oder 16,7 Prozent an. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von Februar auf März um 0,1 Prozent auf 10,8 Prozent und lag um 1,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Auch das Arbeitsamt Düren sieht noch keine Trendwende am regionalen Arbeitsmarkt, obwohl ein erster Lichtblick erkennbar ist. Erstmals seit fünf Monaten sei nämlich die Arbeitslosenzahl etwas niedriger als im jeweiligen Vormonat, so das Arbeitsamt.

Im März verringerte sie sich gegenüber dem Vormonat um 217 auf 12076 Personen; die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent.

„Einzig der Wegfall witterungsbedingter Beschäftigungseinschränkungen wie zum Beispiel im Baugewerbe hat den Arbeitsmarkt im März leicht entlastet. Der in den letzten Monaten massive Arbeitsplatzabbau und die anhaltend schwache Arbeitskräfte-Nachfrage der regionalen Unternehmen spiegeln die derzeit schwache Konjunkturlage wider”, so Arbeitsamtsdirektor Dirk Hohenböken.

Langfristig hat sich die Arbeitsmarktlage nach Feststellungen des Arbeitsamtes im Kreisgebiet Düren erheblich verschärft. Allein seit März 2002 ist die Arbeitslosenquote im Kreis Düren von 8,9 auf 9,5 Prozent gestiegen.

Im Berichtsmonat meldeten die Betriebe mit 480 zwar 118 mehr Stellen als im Februar, das Stellenangebot in den ersten drei Monaten 2003 blieb jedoch mit 1080 Meldungen deutlich um 253 oder 19 Prozent unter dem Angebot des Vorjahreszeitraumes.