Aachen: Firmen drängen in die Region

Aachen: Firmen drängen in die Region

Überzogene Euphorie ist Agit-Geschäftsführer Helmut Greiff fremd. Wenn es die Statistik hergibt, erlaubt er sich jedoch einen Moment der Begeisterung: „Das ist das beste Jahr des Jahrtausends.”

Die Bilanz der Neuansiedlungen in der Städteregion Aachen und dem Kreis Heinsberg bestätigt: Auch in der Region scheinen die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise überwunden.

Im laufenden Jahr entschieden sich elf internationale Unternehmen zur Ansiedlung im Grenzland - mehr als doppelt so viele wie in allen Vorjahren seit dem 11. September 2001. Dadurch erwartet die Agit (Wirtschaftsförderungsagentur für die Technologieregion Aachen) für die Region Aachen etwa 540 neue Arbeitsplätze. „Unter den Vorzeichen der Krise wurden 2009 in den Unternehmen Entscheidungen über neue Standorte vorerst vertagt”, erklärt Greiff.

Ein Trend, der sich nun umgekehrt habe und ein Ende des Investitionsstaus bedeute. Dazu tragen neben den am Technologiestandort Aachen gewohnt stark interessierten US-Firmen und Betrieben aus den europäischen Nachbarländern zunehmend chinesische Betriebe bei. Hierbei zahlt sich insbesondere das „Aachen China Office” aus, über das alleine 14 Prozent der Kontakte zustande kamen.

Die Neuansiedlungen spiegeln verschiedene Branchen wider, vom niederländischen Beton-Verarbeiter BAS, der von Aachen aus deutschlandweit ein innovatives System zur computergesteuerten Messung vertreiben will, über chinesischen Maschinenbau und belgische Medizintechnik bis hin zum deutschen Discounter, der seine Schokoladenproduktion in Heinsberg ansiedelt. Berechtigte Gründe für Greiff, optimistisch in die Zukunft zu blicken: „Das kommende Jahr lässt viel Potenzial erwarten”