1. Wirtschaft

Export-Motor kommt nicht in Fahrt

Export-Motor kommt nicht in Fahrt

Aachen (an-o) - Obwohl die Wachstumsraten bei den Außenhandelspartnern meist deutlich höher sind als in Deutschland, hat die Zugkraft des Exportgeschäfts in der regionalen Wirtschaft nachgelassen.

Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen am Dienstag berichtete, schlägt sich vor allem die schwache US-Konjunktur im Auftragseingang nieder. Zwar konnten die Papier- und Druckindustrie sowie die Chemie-Industrie ihre Auslandsumsätze steigern, doch der in der Region stark vertretene Maschinenbau mußte Einbußen hinnehmen, erläuterte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes. Gleichwohl ruhten die Hoffnungen, dass im 1. Halbjahr 2003 der Aufschwung einsetze, auf dem Auslandsgeschäft.

Schmelzende Auftragspolster

Unter dem Strich seien die Auftragspolster abgeschmolzen, die Umsätze stagnierten, und die Ertragslage habe sich verschlechtert. Die trostlose Lage in der Industrie schlage auch auf die Dienstleister und die EDV-Branche durch. Allerdings mache sich im Kreditgewerbe wieder Optimismus breit.

Die Investitionsbereitschaft hat sich bis zum Herbst weiter abgeschwächt. Knapp die Hälfte der befragten Betriebe wolle die Ausgaben für Maschinen, Gebäude usw. senken. Vor allem Investitionsgüterhersteller hätten ihre Planungen zurückgenommen. Nach den Rationalisierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre seien damit nur noch geringe Produktivitätsfortschritte zu erwarten, sagte Drewes.

Die größte Belastung für die Binnenkonjunktur stelle die hohe Arbeitslosigkeit dar. Die Sorge um den Arbeitsplatz beeinflusse die private Konsumneigung negativ. Daher lägen auch die Umsatzergebnisse des Einzelhandels unter dem Vorjahresniveau.