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Ein Drittel für die Miete

Ein Drittel für die Miete

Düsseldorf (an-o/lnw) - Die Haushalte in Nordrhein-Westfalen geben einen zunehmend größeren Anteil des Nettoeinkommens für Miete aus.

Die Miete nehme inzwischen 28 Prozent des Einkommens in Anspruch, bilanzierte gestern die Landesbank NRW, Düsseldorf, gestern. 1993 habe der Anteil des Nettoeinkommens, den die Haushalte im Schnitt für das Wohnen aufbringen müssen, noch bei 25 Prozent gelegen.

Nach der Erhebung der Wohnungsbauförderungsanstalt (Wfa), einer Tochter der Landesbank, die aus der WestLB hervorgangen ist, liegt die Belastung für Haushalte ohne Kinder knapp unter dem Durchschnitt. Dagegen müssten Alleinerziehende mit 35 Prozent des Nettoeinkommens sowie kinderreiche Haushalte und Wohngeldempfänger mit jeweils 38 Prozent deutlich mehr zahlen.

Bei solchen Summen könnten steigende Mieten schnell zu einem Problem werden, warnte die Landesbank. Das zeigten auch die Mietrückstände der Wohnungsunternehmen, die sich seit Mitte der 90er Jahre etwa verdoppelt hätten. Basis der Analyse war eine Mieterbefragung von 2500 Haushalten und eine Erhebung bei Wohnungsunternehmen.