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Simmerath: Eifeler Mittelständler weltweit aufgestellt

Simmerath : Eifeler Mittelständler weltweit aufgestellt

Vom idyllischen Eifelort Lammersdorf in der Gemeinde Simmerath aus hat die Otto Junker Gruppe in den letzten Jahren zielstrebig ihre globale Strategie entwickelt.

Heute wickelt der Anlagenbauer bereits 45 Prozent seines Geschäfts außerhalb Europas ab - im Jahr 2000 erst ein Viertel. In diesem Jahr wurde mit einem chinesischen Partner ein Betrieb in Schanghai gegründet, und auch in Brasilien zeigt Junker Flagge.

Für Dr. Gunther Voswinckel, Vorsitzender der Geschäftsleitung, bieten diese beiden Märkte ein enormes Entwicklungspotenzial. 2003 wurde fast ein Drittel des Geschäftsvolumens mit China abgewickelt.

Die Otto Junker Gruppe, die in diesen Tagen auf ihr 80-jähriges Bestehen zurückblickt, ist inzwischen mit 730 Mitarbeitern unter dem selbst gesetzen Motto „Global - nah am Kunden” mit zehn Unternehmen weltweit vertreten. Den Gruppenumsatz beziffert Voswinckel auf 100 Millionen Euro (2003). Für die nächsten Jahre sei ein „moderates Wachstum” angepeilt. Seit 2001 schreibe man „schwarze Zahlen”.

Am Stammsitz in Lammersdorf sind die Edelstahlgießerei und die Abteilungen Service und Reparatur mit 430 Mitarbeitern, davon 41 Auszubildende, konzentriert. Das globale Engagement der Gruppe, so Voswinckel, mache auch den Eifel-Standort sicher. Ein schwieriger Geschäftsgang in Deutschland oder Europa werde durch die hohen Zuwachsraten auf den übrigen Märkten ausgeglichen.

Durch eine Optimierung der Arbeitsabläufe sei es gelungen, trotz der gestiegenen Energie- und Materialkosten auch am Eifel-Standort wettbewerbsfähig zu produzieren. Die Junker-Kunden sitzen im Bereich der Informationstechnologie, der Getränkeabfüllhersteller und der chemischen Industrie.

Nutznießer des geschäftlichen Erfolgs der Junker-Gruppe ist auch die RWTH Aachen. Die Otto-Junker-Stiftung überweist jährliche beträchtliche Summen an einzelne Institute der Hochschule.