Themen
  1. Wirtschaft

Investition: Dortmund will beim Energieriesen RWE langfristig an Bord bleiben

Investition

Dortmund will beim Energieriesen RWE langfristig an Bord bleiben

Die Stadtwerke Dortmund möchten ihren Anteil an RWE künftig ausbauen. Der Energiekonzern RWE hatte zuletzt immer mehr in die Gewinnung von Ökostrom investiert (Symbolbild). FOTO: dpa / Marcel Kusch

Düsseldorf Die Stadt Dortmund will als größter kommunaler Aktionär beim Energiekonzern RWE langfristig an Bord bleiben und ihre Beteiligung noch ausbauen.

Die positive Entwicklung des Aktienkurses und der Umbau des Versorgers zum Ökostromerzeuger zeigten, dass es richtig sei, „als langfristiger Investor drin zu bleiben und das Investment zu verstärken“, sagte der Vorstandschef der Dortmund Stadtwerke, Guntram Pehlke, am Mittwochabend bei einer Online-Veranstaltung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf.

Die Dortmunder Stadtwerke halten derzeit gut 3,6 Prozent der RWE-Aktien und haben die Option, ihren Anteil aufzustocken. Zahlreiche andere Kommunen hatten dagegen in den vergangenen Jahren ihre RWE-Aktien verkauft.

Dank der Erträge aus der RWE-Beteiligung könnten die Stadtwerke die Defizite des Nahverkehrs und des Dortmunder Flughafens ausgleichen, sagte Pehlke. „Wir haben die Stadt nie mit Verkehrsverlusten belastet.“ Dortmund stehe damit besser da, als viele andere Städte.

Weniger Freude bereitet Pehlke die Beteiligung am Essener Steinkohleverstromer Steag. Dem Unternehmen drohe wegen des Kohleausstiegs ab 2026 die Zwangsstilllegung von Kraftwerken, sagte Pehlke. Da zudem die Entschädigungen für ein vorzeitiges Abschalten zu niedrig seien, habe die Steag nicht das Geld, viel in erneuerbare Energien zu investieren.

Die Steag gehört sechs kommunalen Versorgern aus dem Ruhrgebiet. Mit 36 Prozent sind die Dortmunder Stadtwerke größter Anteilseigner. Im Gegensatz zu anderen Eigentümern hat Dortmund aber keine Verkaufsabsichten. „Wenn ich einen vernünftigen Erlös haben will, kann ich das nicht jetzt machen“, sagte Pehlke. Es gebe zwar grundsätzlich Kaufinteressenten. Er könne sich aber nicht vorstellen, „dass ein Interessent in dieser Phase viel Geld auf den Tisch legt“.

(dpa)