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Aachen: Die Sonne liefert Saft satt

Aachen : Die Sonne liefert Saft satt

Energie ohne Umweltrisiken: Die Sonne liefert Saft satt. Fördermittel von Bund, und Land sowie von regionalen Versorgern machen Solaranlagen heute in vielen Fällen rentabel.

Das Land NRW fördert die Neuinstallation von Photovoltaik-Anlagen bis zu einem Investitionsvolumen von 500.000 Euro. Für die Errichtung einer dachintegrierten Anlage gibt es ab einer Mindestleistung von zwei kWp (Spitzen/ Peak-Leistung in Kilo-Watt) bis maximal zehn kWp je Einzelanlage 400 Euro je kWp.

Bei solarthermischen Anlagen wird eine Neuinstallation bis 500.000 Euro Investitionsvolumen gefördert, die Anlagen müssen eine Mindestgröße von zehn Quadratmetern bei Flachkollektoren und sechs Quadratmetern bei Vakuumröhrenkollektoren haben.

Die Kollektoren müssen einen Mindestenergieertrag von 525 Kilowattstunden (kWh/1000 Watt über den Zeitraum von einer Stunde) je Quadratmeter aufweisen. Es muss eine Funktionskontrolle in die Anlagen eingebaut werden.

Für die Errichtung einer Anlage (nur heizungsunterstützend) in einem Gebäude mit ein bis zwei Wohneinheiten gibt es einen Zuschuss von 600 Euro je Anlage zuzüglich 75 Euro je Quadratmeter installierter Kollektorfläche.

Für Anlagen in Passivhäusern und in Gebäuden mit drei und mehr Wohneinheiten sowie in Gewerbebetrieben gibt es 200 Euro je Quadratmeter installierter Kollektorfläche. Auch der Versorger Stadtwerke Aachen (Stawag), Aachen, fördert neue fest-installierte Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 1 kWp bis 5 kWp mit 400 Euro pro kWp über vier Jahre hinweg nach Inbetriebnahme.

Bei solarthermischen Anlagen hilft die Stawag bei der Neuinstallation und der Erweiterung bei einer Bruttokollektorfläche von zwei bis 20 Quadratmetern mit 40 Euro pro Quadratmetern. Die Fördersumme erhöht sich um 100 Euro, wenn gleichzeitig der Heizkessel gegen ein Energiespar-Gerät ausgetauscht wird.

Infos zu solarthermischen Anlagen und Photovoltaik gibts bei den 3. Aachener Solartagen am Samstag, 25. September, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 26. September, von 11 bis 18 Uhr auf dem Stawag-Gelände an der Aachener Lombardenstraße.

Mit dabei sind u.a. die Verbraucherzentrale NRW, das Solarinstitut Jülich, das NRW-Institut für Landes-, Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen (ILS), die Stadt Aachen und die Energieberater der Stawag.

Mit einem Kraftwerk auf dem Dach Sonne tanken: Mehr als fünf Millionen Quadratmeter Solarkollektoren sind auf deutschen Dächern installiert. Das entspricht der Fläche von etwa 670 Fußballfeldern.

Die Solarkollektoren gewinnen Jahr für Jahr so viel Wärme, wie beim Verbrennen von rund 20 Millionen Litern Heizöl entstehen würde. Kombi-Solaranlagen erwärmen nicht nur das Trinkwasser, sie heizen auch.

Doch, so die Stiftung Warentest nach einem Test von elf Kombi-Anlagen, ganz ohne fossilen Brenn-stoff funktionieren die meisten Solarhäuser in Deutschland nicht. Zumindest im Winter wird noch konventionell geheizt.

Die Anlagen mit sieben bis 16 Quadratmeter Kollektorfläche kosten 7300 bis 22.600 Euro. Dazu kommen noch 2000 bis 3000 Euro für die Installation.