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Aachen/Düren: Die Frühjahrssonne wärmt den Arbeitsmarkt

Aachen/Düren : Die Frühjahrssonne wärmt den Arbeitsmarkt

Günstige Rahmenbedingungen haben im März den Arbeitsmarkt in der Region positiv beeinflusst: Konjunkturelle Belebung, eine milde Witterung und uneingeschränkte Außenarbeiten führten in den Bezirken Aachen und Düren zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Im Bereich der Aachener Agentur für Arbeit sank die Arbeitslosigkeit um zwei Prozent (922 Personen) auf 45.698. Im Vergleich zum Vorjahr waren damit 7222 Personen oder 13,6 Prozent weniger arbeitslos als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um o,2 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent und war um zwei Prozentpunkte niedriger als im März 2006.

Im Bereich Düren waren im März 13.256 Personen arbeitslos 0,3 Prozent weniger als vor einem Monat. Die Quote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent. Ein längerfristige Vergleich macht die Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt noch deutlicher: Binnen Jahresfrist ist die Arbeitslosigkeit um 19 Prozent (3029 Personen) zurückgegangen. Vor Jahresfrist lag die Arbeitslosenquote noch bei 12,6 Prozent.

„Die Frühjahrsbelebung hat begonnen. Insbesondere freue ich mich, dass die Jugendarbeitslosigkeit wieder abnimmt”, skizzierte Gabriele Hilger, Leiterin der Aachener Agentur für Arbeit, die Situation. 4512 Jugendliche unter 25 Jahren waren Ende März im Aachener Bezirk arbeitslos - 245 oder fünf Prozent weniger als im Vormonat, so dass der Anstieg vom Februar völlig abgebaut wurde.

Vor einem Jahr waren in der Aachener Region noch 1453 Jugendliche (24 Prozent) mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Auch im Bereich Düren zeigte sich gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 29 Prozent (675 Personen).

Verhalten war in der Region Aachen die Bereitschaft der Betriebe zu Neueinstellungen.

Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Arbeitslosen im März weiter zurückgegangen. Ende des Monats waren 910.510 Erwerbslose gemeldet, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Das waren 20340 oder 2,2 Prozent weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 10,2 Prozent.

Im Vergleich zum März 2006 verringerte sich die Arbeitslosigkeit sogar um 15,7 Prozent. Vom Rückgang der Zahlen profitieren den Angaben zufolge alle Gruppen. So sank die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Februar deutlich um 5 Prozent auf 86740. Auch

ie Langzeitarbeitslosigkeit ging zurück, macht aber immer noch fast die Hälfte aller Arbeitslosen aus. Im März waren 435.200 Menschen und damit 15.300 weniger ein Jahr oder länger ohne Arbeit. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ließ im März etwas nach. Im Laufe des Monats wurden 42.630 neue Stellenangebote gemeldet, 12 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig gab es 126.150 offene Stellen, ein Viertel mehr als vor einem Jahr.