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Duisburg/Aachen: Dicke Luft beim Emissionshandel

Duisburg/Aachen : Dicke Luft beim Emissionshandel

Beim Start des Emissionshandels dürfte es dicke Luft geben.

Denn derzeit ist etwa jede siebte betroffene Anlage, dazu gehören Kraftwerke oder sonstigen Industriebetriebe, in NRW noch gar nicht erfasst, berichtete die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer (IHK) Duisburg-Wesel-Kleve am Donnerstag; die Duisburger IHK ist federführend in Fragen des Umweltschutzes für die Kammern in Nordrhein-Westfalen.

Dies bedeute einen enormen Termindruck für die Unternehmen, da zudem die Frist für die Beantragung der kostenlosen Kohlendioxid-Zertifikate, für die die digitale Signatur notwendig ist, in Kürze verstreicht. Das Gesetz über den Handel mit Treibhausgas-Emissionen war am Freitag abschließend vom Bundestag verabschiedet worden. Die staatliche Zuteilung der CO2- Zertifikate soll im Herbst erfolgen, damit der Handel mit den Verschmutzungsrechten Anfang 2005 beginnen kann.

Wie die IHK erläuterte, sind bisher in NRW knapp 600 identifiziert, es dürften 100 mehr sein. Betroffen sein können ausschließlich Anlagen, die über mehr als 20 MW Feuerungsleistung verfügen und bislang noch nicht von den zuständigen Institutionen wie Landesumweltamt NRW, Staatliches Umweltamt oder Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) beim Umweltbundesamt (UBA), Berlin, angeschrieben wurden.