Alsdorf: Cinram vor neuen Einschnitten

Alsdorf: Cinram vor neuen Einschnitten

Der Belegschaft von Cinram Alsdorf werden erneut finanzielle Zugeständnisse abverlangt, um den Standort zu sichern, erklärte Geschäftsführer Klaus Schramm auf Anfrage unserer Zeitung.

In einer Belegschaftsversammlung wurden die Mitarbeiter des Herstellers von CD, DVD und Blu-ray am Montag darüber informiert. So soll der Haustarifvertrag, der ohnehin unter dem Flächentarif liegt, nochmals „angepasst” werden. Hierzu laufen am Dienstag Verhandlungen mit der Tarifkommission an, wie der Bezirksleiter der IGBCE, Manfred Maresch, auf Anfrage bestätigte. Es geht um ein Einsparvolumen von rund 7,5 Millionen Euro. Maresch machte deutlich, dass die entscheidende Frage sei, welche Perspektive und Sicherheit den Kollegen für weitere Zugeständnisse geboten werden.

Zudem will Cinram Alsdorf bis zum Jahre 2016 die Zahl der Festangestellten von derzeit gut 950 auf 800 reduzieren. Durch weitere organisatorische Maßnahmen wie etwa Outsourcing sollen die Kosten zusätzlich gedrückt werden, um auf dem immer enger werdenden Markt „physischer Bild- und Tonträger” zu bestehen.

Grundsätzlich sucht der Mutterkonzern in Toronto (Kanada) dringend neue Investoren. Frisches Geld sei aber nur zu bekommen, wenn auch der Standort Alsdorf „auf Sicht profitabel” ist, wie Geschäftsführer Klaus Schramm sagte.

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