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Brötchen werden teurer

Brötchen werden teurer

Düsseldorf (dpa/Nachr.). Brot und Brötchen werden teurer. Das kündigten gestern die handwerklichen und industriellen Bäckereibetriebe an.

Begründet wird dies mit steigenden Kostenbelastungen bei Energie und Personal. Für die Großbäckereien schlagen auch die höheren Preise für Verpackungen sowie für Weizen und Roggen zu Buche, erklärte der Verband Deutscher Großbäckereien gestern in Düsseldorf. "Wenn wir weiterhin das Ziel haben, nur das Beste backen zu wollen, dann können wir die Augen nicht weiter vor den gestiegenen Kosten verschließen", sagte Verbandspräsident Lothar Mainz (Kronenbrot KG, Würselen).

Mit einem durchschnittlichen Kilopreis von 1,19 Euro seien Backwaren in Deutschland nur halb so teuer wie zum Beispiel in Frankreich. Laut Zentraler Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP), Bonn, ist Brot gegenüber 2001 bereits teurer geworden, ein Vollkornbrot verteuerte von 2,18 auf 2,28 Euro, also um 4,4 Prozent. Rechnerisch konsumierte jeder Einwohner 85,3 Kilogramm Brot und Kleingebäck, plus 0,4 Kilo. Etwa jedes zweite Brot wird bei Discountern oder im Supermarkt gekauft.

Wegen der Konkurrenz durch Supermärkte und Tankstellen erwartet der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks, dass rund 20 000 von 310 000 Arbeitsplätzen verloren gehen.