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Leverkusen: Bayer setzt nun mehr auf Teilzeit

Leverkusen : Bayer setzt nun mehr auf Teilzeit

Der Abbau von mehr als 5000 Arbeitsplätzen in den deutschen Werken des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer soll mit einem betrieblichen Bündnis für Arbeit abgefedert werden.

Konzern- Leitung und Arbeitnehmervertreter einigten sich nach zweimonatigen Gesprächen auf einen Beschäftigungspakt, teilten beide Seiten am Mittwoch in Leverkusen mit.

Kernpunkte der Rahmenvereinbarung sind Teilzeitarbeit und Altersteilzeit sowie interner Arbeitsplatzwechsel und Qualifizierung. Die frühere Zusicherung des Konzerns, bis Ende 2004 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, gelte weiter. Der Betriebsrat will eine Verlängerung dieser Absprache erreichen.

Im Zusammenhang mit Konjunkturproblemen, Umstrukturierungen und dem Desaster mit dem Cholesterinsenker Lipobay hatte die Bayer AG im vergangenen Jahr weit reichende Sparmaßnahmen angekündigt.

Demnach fällt bis zum Jahr 2005 weltweit etwa jeder zehnte Arbeitsplatz weg: Von 123.000 Arbeitsplätzen werden 12.000 gestrichen.

In den fünf deutschen Werken Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Wuppertal- Elberfeld (alle NRW) und Brunsbüttel (Schleswig- Holstein) ist im Schnitt jeder siebte Arbeitsplatz gefährdet. Von 35.000 Stellen sollen etwa 5200 wegfallen.

Inklusive Tochterfirmen hat der Bayer-Konzern in Deutschland insgesamt rund 43.000 Beschäftigte.
Die Bayer AG will in der Belegschaft mit einer Informationskampagne für Teilzeitarbeit werben.