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Banken wollen Gebühr senken

Banken wollen Gebühr senken

Frankfurt (an-o/dpa/ap) - Mehr als ein Jahr nach Einführung des Euro soll die Gebühr für Geldüberweisungen in andere EU-Länder sinken. Dafür müssen allerdings die neuen internationalen Kontonummern (IBAN) und Bankleitzahlen (BIC) verwendet werden.

Nur wenn ein Kunde diese Zahlenreihen kennt, wird die Überweisung günstiger. Deutsche, Dresdner, Post- und Commerzbank sowie die Sparkassen und Volksbanken kündigten gestern an, ab 1. Juli nur noch den wesentlich niedrigeren Satz für inländische Geldtransfers in Rechnung zu stellen. Damit setzen sie eine EU-Verordnung um, die dann in Kraft tritt.

Bei Dresdner, Commerzbank und Postbank soll ein bestimmtes Kontingent an Überweisungen kostenfrei sein - egal ob innerhalb Deutschlands oder in die EU-Zone. Dafür ist eine pauschale Kontoführungsgebühr zu entrichten Bei den Sparkassen soll nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) der Betrag je nach Mitgliedsinstitut zwischen 0,20 und ein Euro schwanken. Auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken gehen auf das niedrigere Gebührenniveau herunter.

Es bleibt nach Ansicht von Verbraucherschützern allerdings abzuwarten, ob die Banken wirklich ganz auf ihre einst lukrative Gebührenquelle verzichten. "Es könnte zum Beispiel sein, dass künftig bei Empfängern von Überweisungen - neben den Kosten für den Absender -Ê zusätzlich Gebühren anfallen", sagte der Finanzexperte vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Manfred Westphal. Auch höhere monatliche Pauschalen für Girokonten seien denkbar. Durchschnittlich 17,50 Euro, zum Teil aber deutlich mehr, haben Kunden bisher im Euroraum laut EU-Erhebung für Auslandsüberweisungen bisher zahlen müssen.