Nürnberg: Autozulieferer Leoni schreibt auch im zweiten Quartal Verlust

Nürnberg: Autozulieferer Leoni schreibt auch im zweiten Quartal Verlust

Der Autozulieferer Leoni hat auch im zweiten Quartal unter der Branchen- und Wirtschaftskrise gelitten und erneut einen Verlust geschrieben.

Dank erster nennenswerter Spareffekte des eingeleiteten Sanierungsprogramms reduzierten sich bei dem Kabelbaum- und Bordnetzspezialisten aber die roten Zahlen im Vergleich zum Vorquartal.

Nach Ablauf des ersten Halbjahres trauten sich die Nürnberger am Dienstag, den Ausblick für 2009 zu konkretisieren: Der MDAX-Konzern rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Einnahmeneinbruch um mehr als ein Viertel.

Operativ (Ebit) lag das Minus im zweiten Quartal bei 31 Millionen Euro nach einem Plus von 37 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 39 Millionen Euro nach einem Gewinn von 26 Millionen Euro.

Mit den vorgelegten Zweitquartalszahlen schnitt der Autozulieferer etwas schwächer ab als erwartet. Analysten hatten einen Ebit-Verlust von 27 Millionen Euro und einen Nettoverlust von 34 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz sank von 820 Millionen auf 530 Millionen Euro.

Im abgelaufenen zweiten Quartal trug das frühzeitig eingeleitete umfassende Sparprogramm erste Früchte. Vor dem Hintergrund der extrem schwierigen Situation in der Autobranche, mit der Leoni rund 70 Prozent des Geschäfts macht, hatte der MDAX-Konzern im Herbst 2008 ein umfassendes Maßnahmenpaket eingeleitet.

Unter anderem wurde die Belegschaft deutlich reduziert. Arbeiteten Ende September, als das Geschäft noch brummte, rund 53 500 Menschen für Leoni, sank die Mitarbeiterzahl bis Ende Juni auf nur noch gut 45 500. Insgesamt sollen rund 11 000 Stellen wegfallen. Außerdem führten die Nürnberger an fast allen deutschen Standorten Kurzarbeit ein.