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Autodiebstähle sind rückläufig

Autodiebstähle sind rückläufig

Berlin (an-o/Nachr.) - Die Zahl der Autodiebstähle ist stark rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden 37.549 kaskoversicherte Pkw entwendet, das sind 11,8 Prozent weniger als 2000.

Dies teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Berlin, am Mittwoch mit. Der Schadenaufwand ging auf 307,5 (Vorjahr: 316,2) Millionen Euro zurück, pro Fahrzeug wurden 8.190 Euro gezahlt.

In NRW wurden 8.942 Pkw-Diebstähle aktenkundig - minus 2,0 Prozent. Bundesweit sind die Schadenszahlen damit wieder unter den Stand von 1990 gesunken, der Höhepunkt war 1993 mit 105.543 erreicht worden. Als Hauptgrund für den stetigen Rückgang gilt die verbesserte Sicherheitstechnik in Neuwagen.

Nur bei Audi Diebstahl-Zuwachs

Wie aus der GDV-Statistik 2001 hervorgeht, fahren Gauner vor allem auf den Typ Audi ab. Nur dieses Fabrikat wies einen Zuwachs auf - um plus 2,5 Prozent auf 5.810 Stück. "Die Diebesbanden hatten sich 2001 offenbar auf Audis spezialisiert, weil die damals leichter zu knacken waren", erklärte ein GDV-Sprecher.

Sehr begehrt waren wiederum Geländewagen - außer Subaru. Beliebtestes Modell war erneut der Toyota Landcruiser J10 (mit 31 gestohlenen pro 1000 kaskoversicherten Fahrzeugen).

"Trend" Home-Jacking

Neu im Trend - vor allem in den Großstädten an Rhein und Ruhr - ist das Home-Jacking, der Einbruch in Häuser, um Schlüssel und Papiere hochwertiger Autos zu erlangen und diese dann zu stehlen. Prominentestes Opfer: der aus Alsdorf stammende Fußball-Nationalspieler Torsten Frings, dessen 100.000-Euro-Mercedes derart abhanden kam.