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Aufschlag im Ortsnetz

Aufschlag im Ortsnetz

Bonn (an-o/lnw) - "Interconnection" teurer. Die Konkurrenz der Deutschen Telekom muss für die Bereitstellung von Diensten im Ortsnetz mehr zahlen.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post genehmigte gestern mit Wirkung zum 1. Juli einen Aufschlag auf die Zuführungsleistung der Telekom im Ortsnetz von 0,4 Cent pro Gesprächsminute. Damit müssen die Wettbewerber für Call-by-Call-Gespräche rund 1,3 Cent je Minute an die Telekom abführen. Zugleich senkte die oberste Aufsichtsbehörde zum 1. Mai den Mietpreis für den Teilnehmeranschluss (TAL) um gut fünf Prozent auf 11,80 Euro. Das ist der Preis, den die Wettbewerber für die vollständige Anmietung eines Telefonanschlusses an die Telekom bezahlen müssen.

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) bezeichnete die Maßnahme dagegen gestern als unzureichend. "Aus unserer Sicht wird die Kosten-Preis-Schere durch die Senkung der TAL-Miete nicht aufgehoben", sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Die Wettbewerber bezahlten für das blanke Kabel, die "letzte Meile", immer noch mehr als die Endkunden der Telekom für den Telefonanschluss.