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Aachen/Düren: Arbeitslosigkeit in Region steigt

Aachen/Düren : Arbeitslosigkeit in Region steigt

Der Einbruch des Winters hat auch in der Region die Zahl der Erwerbslosen nach oben getrieben.

Ende Dezember waren bei der Agentur für Aachen, zuständig für die Stadt Aachen sowie die Kreise Aachen und Heinsberg, 40.397 ohne Job.

Die Agentur für Arbeit Düren meldete am Dienstag 12.594 Arbeitslose; Behördenleiter Dirk Hohenböken befürchtet alleine schon aus saisonalen Gründen einen weiteren Anstieg.

Die Leiterin der Regionaldirektion NRW, Düsseldorf, Christiane Schönefeld, rechnet sogar erst im 2. Halbjahr mit einer Entspannung.

Ab Juli würde die „Hartz IV”-Reform greifen und damit die Arbeitslosenzahl voraussichtlich zurückgehen. Im Jahresdurchschnitt blieben jedoch ähnlich viele Menschen auf Jobsuche wie 2004 , fügte Schönfeld hinzu.

Insgesamt waren Ende Dezember zwischen Herzogenrath und Höxter 910.800 Arbeitslose germeldet. Schönefeld schloss nicht aus, dass sohar die Eine-Million-Grenze überschritten werden könnte.

2005 sei ein Reformjahr, das mit einer hohen Hypothek belastet sei, da erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger in die Arbeitslosenstatistik zurückkehrten.

Die Wirtschaft in NRW werde, so sagte Schönefeld, mit schätzungsweise real 1,1 Prozent geringer wachsen als 2004 (1,4 Prozent). Aber erst ab 1,5 bis zwei Prozent Wachstum entstünden erfahrungsgemäß auch neue Arbeitsplätze.

Während sich die NRW-Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) im Dezember gegenüber November um 0,4 und binnen eines Jahres um 0,5 auf 10,4 Prozent recht deutlich erhöhte, war der Anstieg in der Region nicht so stark.

Für die Agentur für Arbeit Aachen ergibt sich im Vergleich zu Vormonat und Vorjahr ein Zuwachs um jeweils 0,3 auf 10,6 Prozent, bei der Agentur Düren eine Erhöhung um 0,3 bzw, 0,4 Punkte auf 9,8 Prozent.

Im Kreis Düren hat sich vor allem die Situation für gewerbliche Arbeitnehmer verschlechtert. Das Job-Angebot insgesamt aber verbesserte sich.

Zum Monatsende waren 1398 freie Stellen gemeldet, somit entfiel ein Arbeitsplatzangebot auf neun Arbeitslose. Im Aachener Bezirk ist diese Relation noch ungegünstiger - 1:18.