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Aachen: Arbeitsagentur will mehr Service leisten

Aachen : Arbeitsagentur will mehr Service leisten

Die Agentur für Arbeit Aachen geht in die Offensive und weitet ihren „Arbeitgeberservice” aus. 19 neue Arbeitsvermittler sollen zukünftig in Stadt und Kreis Aachen sowie im Kreis Heinsberg für eine bessere Beratung von Unternehmen sorgen.

Erstmals beteiligt sich auch die „Arbeitsgemeinschaft für die Gundsicherung Arbeitsloser” (Arge) der Stadt und der beiden Kreise an diesem Angebot. Bezweckt wird damit, Hartz IV-Empfängern, die von den Arge betreut werden, künftig „ein besseres Entrée zu verschaffen,” sagte Jürgen Schoenen, Geschäftsführer der Arge der Stadt Aachen, am Dienstag.

„Die Vorteile dieser Personengruppe fallen bei den Personalchefs oft unter den Tisch.” 44 Mitarbeiter sind jetzt beim Arbeitgeberservice beschäftigt, 14 von ihnen werden durch die Arge gestellt. Aufgabe ist es unter anderem, neue Jobs zu akquirieren.

Sie sollen gezielt in Branchen suchen, in denen es eine hohe Zahl von Arbeitslosen gebe, erklärte Andrea Görner, fachliche Leiterin des Arbeitgeberservice: „Das ist der Handel und alle Bereiche des verarbeitenden Gewerbes, die ungelernte Arbeitnehmer brauchen.”

Gabriele Hilger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen, sieht sich in der Pflicht, den Trend zu nutzen, der darin bestehe, dass der Markt konjunkturbedingt jetzt sehr viel mehr Jobs zur Verfügung stelle.

Hilger will zugleich auch die Zufriedenheit ihrer Unternehmer-Kundschaft verbessern. Im letzten Jahr erhielt die Agentur nur die Note 2,6 - auf einer Skala von 1 bis 5. „Wir wollen eine 1 vor dem Komma”, betonte Hilger.

Erreicht werden könnte dies mit einigen Zusatzdiensten: Unterstützung beim Erarbeiten eines Anforderungsprofils oder die Vorauswahl aus einer großen Menge von Bewerbern. Darüber hinaus wird auch in diesem Jahr ein Qualifizierungsprogramm aufgelegt, das Arbeitnehmern parallel zum Job eine Fortbildung ermöglicht.