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Aachen/Düren: Arbeitsämter sehen keinen Lichtblick

Aachen/Düren : Arbeitsämter sehen keinen Lichtblick

Die Arbeitsmarktlage in der Region Aachen bleibt weiterhin sehr angespannt. So heißt es in den Berichten der Arbeitsämter in Aachen und in Düren.

„Signale, die auf eine Trendwende bei der Entwicklung der Beschäftigung hindeuten, sind nach vor nicht in Sicht”, erläutert Dirk Hohenböken, Direktor des Arbeitsamtes Düren.

Das für den Raum Düren/Jülich zuständige Amt registrierte im August eine gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozentpunkte gestiegene Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent.

Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten stieg binnen Jahresfrist um gut 1000 oder zehn Prozent auf 11 024.

Im Vorjahresvergleich wiesen auch beim Arbeitsamt Aachen - zuständig für Stadt und Kreis Aachen sowie Kreis Heinsberg - alle Arbeitsmarktindikatoren negative Entwicklungen auf.

Auffällig sei insbesondere, so hieß es gestern in Aachen, die hohe Zahl von Personen, die sich neu arbeitslos meldeten: „Knapp 5000 Neuzugänge von Arbeitslosen ist eine Größenordnung, die noch nie in einem August registriert werden musste.”

Gegenüber dem Vorjahresmonat lag die Zahl der neu gemeldeten Arbeitslosen um 721 höher als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat waren die Neuzugänge Meldungen allerdings um 1369 niedriger.

Die Arbeitslosenquote lag Ende August mit insgesamt 35 709 Arbeitslosen wie im Vormonat bei 9,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies aber 0,6 Prozentpunkte mehr.

Als „völlig unzureichend” wird auf Grund der schwachen Konjunktur die Arbeitskräftenachfrage bezeichnet. Seit Jahresbeginn wurden in Aachen 14 050 offene Stellen gemeldet, 2585 oder minus 15,5 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Beim Arbeitsamt Aachen heißt es dazu lapidar: „Ein nachhaltiger Abbau der hohen Arbeitslosigkeit ist so nicht zu bewirken.”

Im Kreis Düren standen den 12 128 Menschen, die sich seit Jahresbeginn arbeitslos gemeldet haben, insgesamt nur etwas mehr als 3600 Stellenofferten gegenüber.

Ein besonders negatives Beispiel: In den Textil- und Bekleidungsberufen gibt das Arbeitsamt Düren eine Relation von 46 zu 1 an. Entsprechend sind auch die Vermittlungsergebnisse der regionalen Arbeitsämter deutlich geringer; gegenüber dem Vorjahresmonat wurde die Vermittlung nahezu halbiert.