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Aixtron steckt zurück

Aixtron steckt zurück

Aachen (an-o/mar) - Der Aachener Halbleitermaschinenbauer Aixtron AG rechnet im laufenden Jahr nicht mit einer nennenswerten Marktbelebung. Das erklärte Vorstandschef Paul Hyland gestern auf der Hauptversammlung in Aachen.

Die Kunden zögerten Investitionen hinaus, der schwache Dollar belaste den ohnehin schleppenden Auftragseingang. Aixtron macht rund 70 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Kleinaktionäre monierten, Aixtron habe es trotz anderslautender Bekundungen nicht geschafft, sich rechtzeitig vom Abwärtstrend in der Halbleiterbranche zu lösen. Der Vorstand sei nun in der Bringschuld.

Die mittelfristig hervorragenden Zukunftsperspektiven der LED-Technik müsse Aixtron konsequent nutzen. Erneut zur Sprache kam der Wechsel der Doppelspitze Kim Schindelhauer/Holger Jürgensen in den Aufsichtsrat: Sich "in schlechten Zeiten abzuseilen", könne beim Streubesitz nicht Gefallen finden. Wie Hyland erklärte, soll Aixtron spätestens im 2. Halbjahr wieder profitabel sein, dazu trage auch der Abbau von Arbeitsplätzen bei, der in den Zahlen für das 1. Quartal bereits verarbeitet sei.

Für das Gesamtjahr werden vom Vorstand 120 (Vorjahr: 150) Millionen Umsatz und ein Gewinn nach Steuern von 0,8 (15,3) Millionen Euro. angepeilt.