1. Wirtschaft

Herzogenrath: Aixtron rechnet auch 2016 mit roten Zahlen

Herzogenrath : Aixtron rechnet auch 2016 mit roten Zahlen

Der kriselnde Herzogenrather Spezialmaschinenbauer Aixtron rechnet nach einem Auftragsdebakel im vergangenen Jahr auch 2016 mit Verlusten. Zwar sollten sich operatives Ergebnis und Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern, dürften aber dennoch negativ bleiben, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Dienstag mit.

2015 schnitt das Unternehmen, das vor allem Maschinen für die LED-Halbleiterindustrie baut, allerdings besser ab als zuletzt befürchtet. Die Aktie zog vorbörslich deutlich an und setzte damit die jüngste Erholung fort, nachdem sie Anfang Februar auf den tiefsten Stand seit 2008 gefallen war.

Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 2 Prozent auf 197,8 Millionen Euro. Eigentlich hatte das Unternehmen nach einer Prognosesenkung im Dezember nur noch mit 190 Millionen gerechnet. 2016 soll der Erlös 170 bis 200 Millionen Euro erreichen. Der Verlust ging um gut die Hälfte auf unterm Strich 29,2 Millionen Euro zurück. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug das Minus 26,7 Millionen Euro nach 58,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Problematisch ist bei dem Unternehmen der Auftragseingang, der im vergangenen Jahr um ein Sechstel auf 167,1 Millionen Euro zurückging. Im Dezember musste Aixtron einen herben Rückschlag wegen der Stornierung einer Großbestellung aus China einstecken. Neue Maschinen hatten die Anforderungen des Kunden in Tests nicht erfüllt. Daraufhin hatte die Aktie massiv an Wert verloren.

Vorstandschef Martin Goetzeler sah dennoch positive Anzeichen. „Dass wir auch ohne den Umsatzbeitrag aus China das geplante positive Ebitda im zweiten Halbjahr 2015 erreichen konnten, belegt unsere Kostendisziplin”, sagte er laut Mitteilung. Die Umsatzentwicklung soll im zweiten Halbjahr dieses Jahres deutlich stärker sein als in den ersten sechs Monaten. Der Auftragseingang im Gesamtjahr wird demnach ohne Währungseffekte auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.

(dpa)