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Aachen: Aixtron kommt einen großen Schritt voran

Aachen : Aixtron kommt einen großen Schritt voran

Der Aachener Halbleiterausrüster Aixtron bleibt weiter auf Erfolgskurs. Nachdem bereits im ersten Quartal wieder die Gewinnschwelle erreicht wurde und der Umsatz um 36 Prozent auf 25,4 Millionen Euro zulegte, stieg das Ergebnis im zweiten Quartal auf 0,5 Millionen Euro.

Der Umsatz kletterte um 35 Prozent auf 34,2 Millionen Euro. Aixtron-Vorstandsvorsitzender Paul Hyland kommentierte: „Das zweite Quartal war von anhaltender Zuversicht im Verbindungshalbleitermarkt gekennzeichnet, was auf eine steigende Nachfrage in einer Reihe von Endanwender-Märkten zurückzuführen ist.”

Diese günstige Entwicklung könnte sich fortsetzen, denn der Gesamtwert des Auftragseingangs für Anlagen nahm im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 23 Prozent zu und belief sich zum 30. Juni auf 36,9 Millionen Euro. Wie aus dem am Donnerstag in Aachen veröffentlichten Zwischenbericht hervorgeht, ist das der fünfte quartalsweise Anstieg der Auftragseingänge in Folge.

Der Auftragsbestand betrug zur Jahresmitte 73,6 Millionen Euro - elf Prozent mehr als im Vorquartal.

Auch für das Gesamtjahr zeigt sich Hyland optmistisch: „Wir bekräftigen daher unsere Jahresprognose und erwarten für diesen Zeitraum Gesamtumsatzerlöse in Höhe von 130 bis 140 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss in Höhe von zwei bis fünf Millionen Euro.”

Im vergangenen Jahr hatte Aixtron bei 91,3 Millionen Euro Umsatz einen Nachsteuerverlust von 19,2 Millionen Euro ausgewiesen. Wegen der schwachen Nachfrage hatte Aixtron die Zahl der Mitarbeiter weltweit von 495 auf 385 reduziert. An den Standorten Aachen und Herzogenrath waren 46 Beschäftigte betroffen. Inzwischen stieg die Mitarbeiterzahl wieder auf 411.

Planmäßig verläuft der im Juli angekündigte Zusammenschluss von Aixtron mit dem kalifornischen Unternehmen Genus Inc. Beide Firmen sind in ihrem Bereich Marktführer, so dass aus dem Zusammenschluss einer der weltweit führenden Anbieter für hochentwickelte Halbleiterproduktionsanlagen entsteht.

Aixtron ist führend in der so genannten MOCVD-Technologie mit dem Einsatzgebiet ultra-helle Leuchtdioden, während Genus eine starke Position bei ALD-Anlagen hat, die für die Herstellung von Halbleiterbauelementen und Festplattenlaufwerken notwendig sind.

Beide Firmen sollen durch einen Aktientausch miteinander verschmolzen werden. Nach Abschluss der Transaktion werden die Aktionäre von Aixtron rund 74 Prozent und die Anteilseigner von Genus rund 26 Prozent der fusionierten Unternehmen halten. Paul Hyland: „Beide Gesellschaften ergänzen sich perfekt.”