1. Wirtschaft

Aachen: Aixtron AG hofft auf bessere Zeiten

Aachen : Aixtron AG hofft auf bessere Zeiten

Hoffnung auf bessere Zeiten machte Aixtron-Vorstandsvorsitzender Paul Hyland den Aktionären bei der Hauptversammlung des High-Tech-Unternehmens in Aachen.

Während die Anteilseigner in der Vergangenheit meist mit Rekordergebnissen verwöhnt wurden, haben die weltweite konjunkturelle Talfahrt und die veränderte Dollar-Euro-Relation die Aixtron im letzten Geschäftsjahr voll erwischt.

Der Konzernumsatz ging, wie gemeldet, von 240 Millionen Euro (2001) auf 150,7 Millionen Euro zurück. Der Konzern-Jahresüberschuss sank von 33,6 Millionen auf 15,3 Millionen Euro. Die Dividende beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,08 Euro pro Aktie - ein Umstand, der von zahlreichen Aktionärsvertretern heftig kritisiert wurde.

Paul Hyland verstand es, in seinem Bericht die positiven Faktoren der Bilanz in den Vordergrund zu rücken. So habe die Aixtron AG, die Anlagen zur Produktion von Verbindungshalbleitern herstellt, ihren Weltmarktanteil von 58 auf 67 Prozent ausgebaut. Der nächstfolgende Konkurrent hält gerade einmal sieben Prozent.

Stolz verwies Hyland auf die finanzielle Lage des Unternehmens: „Wir haben keine Bankverbindlichkeiten und wir haben die finanziellen Möglichkeiten, um bei einer Marktbelebung sofort voll durchzustarten.” Auch habe sich die Eigenkapitalquote deutlich verbessert. Mit dem im vergangenen Jahr in Schanghai eröffneten Büro werde man den wachsenden chinesischen Markt gut bedienen können.

Schon jetzt macht der asiatische Markt 59 Prozent, der Raum USA 30 Prozent und Europa elf Prozent vom Geschäft aus. Damit verbunden sei allerdings auch eine starke Abhängigkeit vom Dollar, räumte Hyland ein. Wenn 75 Prozent des Geschäfts in Dollar fakturiert würden und der Euro deutlich an Wert gewonnen habe, sei das nicht ohne weiteres zu verkraften.

Personell will das Unternehmen den eingeschlagenen Sparkurs weiterfahren. Zum Jahresende 2001 waren bei Aixtron 517 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Jahr später waren es 495 und zum 1. April 2003 sank der Personalstand, wie gemeldet, um 52 Mitarbeiter. Hyland geht davon aus, dass Aixtron zum Jahresende rund 400 Mitarbeiter zählen wird.

Auf das laufende Geschäftsjahr bezogen erwartet Aixtron einen Umsatz von 110 Millionen Euro und die Rückkehr zur Profitabilität auf Grund proportional höherer Umsätze in den kommenden Quartalen sowie positiver Effekte der Kosteneinsparungen in der zweiten Jahreshälfte.

Hylands Zuversicht basiert auch auf der Tatsache, dass Aixtron mit seinen Anlagen die Schlüsseltechnologie der modernen Elektronik und Phototonik beliefert. Als Ersatz für die traditionelle Glühbirne wird den Leuchtdioden mit ihrem ultrahellen Licht eine „strahlende” Zukunft vorausgesagt.