Aachen: Agit bekommt neue starke Partner

Aachen: Agit bekommt neue starke Partner

Reife Gemeinschaftsleistung: Politik, Wirtschaft, Kammern und Sparkassen ziehen an einem Strang, um die Region entscheidend voranzubringen. Sie haben ihre Kräfte in der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) gebündelt, die am Freitag ihren 25. Geburtstag feierte.

Mehr als 250 Gäste kamen dazu ins Technologiezentrum Aachen (TZA), das gleichfalls 1984 „ans Laufen” kam.

„Agit steht für die Zukunft der Region”, sagte IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting, Moderator der Matinee. Als „Gründervater” der Agit pries er den früheren IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Eschweiler. Dessen Idee des Technologietransfers sei heute eine Selbstverständlichkeit. Dies sei der Nukleus für „erfolgreiche, selbstbestimmte Regionalentwicklung”.

Agit-Aufsichtsratschef Dieter Philipp kündigte an, dass der Gesellschafterkreis um potente Partner erweitert werden solle. Dabei nannte er die RWTH und die Fachhochschule (FH) Aachen sowie das Forschungszentrum Jülich (FZJ). Derzeit liefen „gute Gespräche”, es gebe bereits „positive Signale” für die Einbindung.

Mit Prof. Klaus Genuit präsentierte sich ein TZA-Mieter aus der Gründungsphase, dessen Unternehmen Head acoustics das Geräuschmess-System „Aachener Kopf” entwickelt hat und im Technologiepark Herzogenrath (TPH) auf 150 Mitarbeiter gewachsen ist.

„Innovationen sind grün”, betonte Josef Pankert von Philips Lighting aus Eindhoven, wo Alternativen zu herkömmlichen Beleuchtungselementen entwickelt werden. Diese böten ein Milliardenpotenzial für Energie- und damit Kohlendioxid-Einsparungen.

Rektor Prof. Ernst Schmachtenberg skizzierte den Beitrag der RWTH zur Regionalentwicklung, aber auch deren Anspruch, „in der internationalen Liga vorne zu spielen”. Er setzt verstärkt auf Grundlagenforschung, etwa über ein Gemeinschaftslabor mit der Bayer AG, Leverkusen. Zudem warb er für das Campus-Projekt und damit für eine engere Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch für eine „stärkere Technik-Affinität der Jugend”.

Geschäftsführer Helmut Greif kündigte an, dass die Agit ein Biotech- und ein Polyzentrum zum Campus beisteuern wolle. Zudem unterstrich er, dass Agit-Firmen zu „Wachstumsmotoren der Region” geworden seien. In zehn Jahren könne die Region Aachen „eine der führenden Regionen in Europa” werden, prophezeite er.

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