Aachen: AC²-Gewinner: Die Perspektive dieser Firmen ist jetzt noch besser

Aachen: AC²-Gewinner: Die Perspektive dieser Firmen ist jetzt noch besser

Die Modell Aachen GmbH sowie die Indurad GmbH sind seit Jahren auf dem Markt etabliert — und genau dort will die Firma Klang-Technologies mit ihrem Produkt noch hin. Alle drei Unternehmen sind im Wettbewerb der „AC2-Initiative“ ausgezeichnet worden. Klang-Technologies im Bereich „Gründung“, Modell Aachen in der Kategorie „Wachstum“ und Indurad für „Innovation“.

Die Fakten: Die Aachener Klang-Technologies GmbH wurde am 2. Januar 2014 als Spin-off des Instituts für technische Akustik der RWTH Aachen gegründet. Nachdem sich Dr. Pascal Dietrich, Benedikt Krechel, Robin Müller und Dr. Roman Scharrer zusammengefunden und ihr Unternehmen gegründet hatten, stellten sie bereits einen Vollzeitmitarbeiter und eine studentische Hilfskraft ein. Zu den Kunden zählen vor allem Musiker, Veranstalter und Techniker.

KLANG:technologies GmbH im Bild v.l.n.r.: Dr. Roman Scharrer, Robin Müller, Dr.-Ing. Pascal Dietrich, Benedikt Krechel Foto: Steindl

Die Marktlücke: Das Team hat eine innovative 3D-Audio-Technologie für Kopfhörer entwickelt. „Wenn Musiker auf der Bühne stehen, müssen sie sich selbst hören können“, erläutert Dr. Roman Scharrer und erklärt: „Bei normalen In-Ears hört man alle Töne im Kopf ohne räumliche Orientierung.“ Mit den 3D-Audios lassen sich sogar die einzelnen Instrumente zuordnen. Ein interaktiver Sensor überträgt die Bewegungen der Musiker.

Gewinner des AC²-Innovationspreises: Dr. Reik Winkel von der Indurad GmbH. Foto: Jaspers

Der Stand der Dinge: Das Produkt haben die Gründer auf der Musikmesse in Frankfurt vorgestellt. Derzeit laufen erste Tests mit Bands. „Wir sind kurz vor dem Marktstart“, sagt Scharrer. Erste Auslieferungen sind für August geplant.

Die Perspektive: Derzeit sind die Inhaber dabei, eine weitere Finanzierung abzuschließen, unter anderem um weitere Mitarbeiter einzustellen. Scharrer: „Wir haben noch viele Ideen und wollen weiter expandieren.“

Modell Aachen GmbH

Die Fakten: 2009 entstand das Unternehmen als eine Ausgründung der RWTH Aachen und des Frauenhofer-Instituts für Produktionstechnologie. Der Ansatz besteht seit 2006. Der Gründer und Geschäftsführer Dr. Carsten Behrens entwickelte die Idee in seiner Doktorarbeit. 15 Mitarbeiter sind in dem Unternehmen mittlerweile tätig.

Die Marktlücke: Qualitätsmanagement (QM) und die damit verbundene Dokumentation ist in immer mehr Unternehmen gefragt. Um die Dokumentation mit den Erfahrungen der Mitarbeiter besser zu verknüpfen, erarbeitete das Unternehmen eine Software. Zu diesem interaktiven Managementsystem werden Beratungs- und Servicedienstleistungen angeboten.

Der Stand der Dinge: Im fünften Unternehmensjahr kann GmbH auf 75 Kunden blicken. Ein Großteil kommt aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Perspektive: Vor allem in Aachen und der Umgebung sowie den angrenzenden Nachbarländern will die Geschäftsführung den Bekanntheitsgrad ihrer Produkte steigern.

Indurad GmbH

Die Fakten: Gegründet 2008, verzeichnet die Indurad GmbH mittlerweile 30 Mitarbeiter, darunter einige Praktikanten und studentische Hilfskräfte. Im Vergleich zu 2013 hatte das Unternehmen ein Wachstum von 100 Prozent bei den Festangestellten. 90 Prozent der Kunden stammen aus dem Bergbaubereich, viele Kundenkontakte liegen in Australien, Chile und Kanada.

Die Marktlücke: Eine der Schlüsselkomponenten ist die 2D- und 3D-Radarlösung für große Maschinen. Mit dieser Technologie wird die Automatisierung von Maschinen ausgebaut und anhand von Sensoren die Sicherheit am Arbeitsplatz verbessert.

Der Stand der Dinge: Sowohl mit seinen Produkten als auch seinen Servicekomponenten sieht sich das Unternehmen gut am Markt etabliert.

Die Perspektive: In Bergwerken angefangen, ausgebreitet auf dem Stahl- und Zugmarkt, geht es für das Unternehmen jetzt in den Bereich der automatisierten Schiffsbeladung. „Wir haben schon im Hafen in Rotterdam angefangen, das wollen wir mit neuen Sensorlösungen ausbauen“, sagt Geschäftsführer Reik Winkel. Die Auszeichnung helfe dabei, zu expandieren, denn: „Die besten Ingenieure wollen bei innovativen Unternehmen arbeiten.“

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