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Aachen: Aachener Bank in schwierigem Umfeld behauptet

Aachen : Aachener Bank in schwierigem Umfeld behauptet

„Wenn wir ein kleines Plus schaffen, sind wir schon zufrieden”, charakterisiert Franz-Wilhelm Hilgers, Vorstandsmitglied der Aachener Bank, das laufende Geschäftsjahr.

Im ersten Quartal stagnierten die Einlagen und auch im Kreditgeschäft machte sich die Zurückhaltung der gewerblichen Kunden bemerkbar.

Das vergangene Jahr habe der Aachener Bank eine „deutliche Ertragssteigerung” gebracht. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sei um 46 Prozent auf drei Millionen Euro gestiegen, erklärte Hilgers in einem AZ-Gespräch. Das „qualitative Wachstum” schlug sich auch in der Verbesserung der Zinsmarge nieder, die von 2,6 auf 2,8 Prozent stieg.

Das rückläufige Wertpapiergeschäft habe unmittelbare Auswirkungen auf die Kundeneinlagen gehabt. Während in den Vorjahren die Anleger sich mit Aktien oder Fonds eindeckten, sorgten sie jetzt dafür, dass die Kundeneinlagen insgesamt um 4,7 Prozent auf 533 Millionen Euro anstiegen. Dabei nahmen die Spareinlagen um 3,4 Prozent auf 166 Millionen Euro zu und die Sichteinlagen um elf Prozent auf 159 Millionen Euro.

Die allgemeine konjunkturelle Schwäche drückte sich im schleppenden Kreditgeschäft aus, das um 1,1 (2001: 3,8) Prozent auf 429 Millionen Euro zulegte. Die Bilanzsumme stieg um zwei Prozent auf 678 Millionen Euro.

Auch in den nächsten Jahren will die Aachener Bank einen strikten Sparkurs fahren. Dabei soll der Personalbestand unter Ausnutzung der natürlichen Fluktuation verringert werden. Zum Jahresende beschäftigte das Institut in seinen 21 (Vorjahr: 23) Filialen zwischen Eupen und Jülich 254 (Vorjahr: 256) Mitarbeiter.