Aachen: 6. Aachener Management Tage thematisieren Ausweg aus der Krise

Aachen: 6. Aachener Management Tage thematisieren Ausweg aus der Krise

Prof. Hans-Werner Sinn schließt seine Analyse der Wirtschaftskrise mit einer Reihe von Forderungen. „Ohne deren Erfüllung werden wir die Krise nicht überwinden können”, sagt der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftungsforschung in München.

Auf seiner Liste der notwendigen Maßnahmen stehen unter anderem eine international harmonisierte Aufsichtsbehörde für den Finanzsektor, die Erneuerung des Ratingsystems mit europäischen Agenturen, Stress-Tests für Banken und bei Nichtbestehen die Staatsbeteiligung an den jeweiligen Geldinstituten.

Auch soll das investierte Eigenkapital der Banken wesentlich erhöht werden. Denn in großzügiger Haftungsbeschränkung sieht der Wirtschaftswissenschaftler einen der Hauptgründe für die Krise.

Sinn ist einer der Redner bei den 6. Aachener Management Tagen, die noch bis Freitag dauern. In diesem Jahr haben das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen, das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie, das Lean Management Institut und das Forschungsinstitut für Rationalisierung der RWTH Vertreter von deutschen Unternehmen eingeladen, sich über die Auswirkungen der veränderten wirtschaftlichen Bedingungen zu informieren. Und was diese für das Thema Management bedeuten.

„Wir müssen uns jetzt voll auf die Krisenbewältigung konzentrieren”, sagt Prof. Schuh, Kongress-Initiator und Direktor von WZL und FIR. Die Zeit des Abwartens, was geschieht, sei vorbei. Nun müsse mutig und entschlossen gehandelt werden. Inwiefern die weltweit bewährte Wirtschaftsstrategie „Lean Management” dabei hilfreich sein kann, ist einer der Schwerpunkte der Management Tage, die jährlich auch den Titel „Lean Management Summit” tragen. „Unternehmen müssen vor allem in eine andere Ausrichtung ihrer Produkte investieren”, sagt Schuh.

Mehr von Aachener Nachrichten