Wir Hier: Freunde

Pro und Kontra : Eine Handvoll Freunde reicht vollkommen aus

Wahre Freunde sind wie Diamanten: Selten, wertvoll und unbezahlbar.

Zugegeben, Sprüche solcher Art, die man sich früher ins Freundschaftsbuch geschrieben hat, sind kitschig, oft gelesen, und deshalb auch ein wenig in Verruf geraten. Dennoch sagen sie aus, dass es gute Freunde eben nicht wie Sand am Meer gibt. Drei bis vier von ihnen reichen völlig aus, um zufrieden zu sein. Und sicherzugehen,  dass man den Kontakt hält. Mit einer großen Gruppe an Leuten baut man nämlich kaum eine so intensive Beziehung auf, dass sie den Begriff „Freundschaft“ verdient hätte.

 Natürlich kann es nett sein, mit einer Vielzahl von Bekannten auf ein Festival zu fahren oder abends ein Bier zu trinken. Die Anzahl derer, denen man sich in einer Notsituation wirklich anvertrauen würde, fällt aber deutlich kleiner aus. Zur Freundschaft gehört nämlich mehr, als sich ab und an auf Geburtstagen zu sehen, sich beim Sport zu treffen oder gemeinsam etwas trinken zu gehen. Freundschaft bedeutet, sich gut zu kennen, sich voreinander zu öffnen, und sich immer auf den anderen verlassen zu können. Etwas, das mit 20 Leuten schier unmöglich ist.

Allein, weil es nicht zu stemmen ist, mit mehr als einer Hand voll Leuten intensiven Kontakt zu  pflegen. Zwischen Berufsleben, Hausarbeit und Partnerschaft bleibt oft sogar für enge Freunde keine Zeit.

Die Beziehung zu anderen Bekanntschaften bleibt daher zwangsläufig eine oberflächliche. Und dann ist es doch viel sinnvoller, die Zeit, die man hat, mit den Leuten zu verbringen, die man wirklich aus tiefstem Herzen gerne hat: mit seinen engen Freunden. Denn sie sind wertvoll, selten und unbezahlbar.

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