Volt: EIne Partei macht Europapolitik

Erste pan-europäische Partei : Interview mit Thomas Tucker: Volt bereitet sich auf die Europawahl 2019 vor

In einem Jahr findet die Europawahl statt. Und die Parteien bereiten sich jetzt schon darauf vor. Im Gespräch erklärt Thomas Tucker von Volt Aachen, wie sich die junge Partei organisiert.

Thomas, was genau ist Volt?

Thomas Tucker: Volt ist die erste pan-europäische, also europaübergreifende Partei. Wir setzen uns für ein gemeinsames Europa ein. Aber wir wollen keine Abgeordneten entsenden, die für die Interessen ihrer Länder eintreten, sondern die für ganz Europa etwas erreichen möchten.

 Welche Werte vertritt die Partei dabei?

Thomas Tucker: Bei uns läuft alles demokratisch ab, jede Idee wird diskutiert. Unsere Werte sind Gleichberechtigung, Freiheit, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Solidarität.

Noch knapp ein Jahr dauert es bis zur Europawahl. Wie bereitet sich Volt vor?

Thomas Tucker: Vor Kurzem hat der erste Parteitag von Volt Deutschland stattgefunden. Dort ging es darum, unser Grundsatzprogramm zu verabschieden und unsere Kandidaten für die Europawahl aufzustellen. Das Diskutieren mit 180 anwesenden Mitgliedern war deutlich schwieriger als in Aachen, wo wir uns in einem viel kleineren Rahmen treffen. Dennoch war es am Ende eine geschlossene Debatte und jeder Punkt wurde abgestimmt – gelebte Demokratie!

Und die Wahlliste steht?

Thomas Tucker: Ja, wir haben die Kandidaten für unsere deutschlandweite Liste aufgestellt, auf denen abwechselnd Männer und Frauen aufgelistet sind. Wir wollen absolute Gleichberechtigung. Und auch wenn es formal nur einen Spitzenkandidat geben kann, haben wir uns für eine Doppelspitze entschieden, mit der wir bei der Wahl antreten möchten.

Wie geht es nun im Team Aachen weiter?

Thomas Tucker: Wir bauen jetzt eine Struktur auf, um im Frühjahr genügend Manpower für den Wahlkampf zu haben. Dazu treffen wir uns regelmäßig. Nächsten Donnerstag stellen wir unser Wahlprogramm ab 19.30 Uhr in der Bar Cantona vor

Warum ist es wichtig, vor allem auch junge Menschen zu erreichen?

Thomas Tucker: Wir sind die nächste Generation, und es geht um unsere Zukunft. Es liegt jetzt an uns, mitzubestimmen, was in den nächsten Jahren passiert und in welche Richtung Europa einschlägt.

Spielt der Rechtsruck in Europa dabei eine Rolle?

Thomas Tucker: Für  mich persönlich ja, er hat mich wachgerüttelt. Aber es gibt auch unabhängig vom Rechtsruck so viele wichtige Themen, die europäisch angegangen werden müssen. Darauf haben wir alle Einfluss – mit unserer Stimme bei der Europawahl.

(ll)
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