Pro und Kontra: Pro: Für Gaming ist man nie zu alt

Pro und Kontra : Pro: Für Gaming ist man nie zu alt

Es war am Wochenende, beim entspannten Nachmittagskaffee. Plötzlich nahm das Gespräch mit meiner Mutter eine unerwartete Wendung. Der neue Kollege, der habe erzählt, dass er nach der Arbeit gern zockt. Regelmäßig. Und dabei ist der schon 35. FÜNFUNDDREISSIG! „Mutter“, entgegnete ich etwas ungläubig, „du weißt schon, dass ich auch eine Konsole besitze? Und gelegentlich benutze?“

Der Vorfall brachte mich ins Grübeln. Ich hatte vorher nie darüber nachgedacht, dass man zu alt für Gaming sein könnte. Oder dass die Gesellschaft denkt, man sei zu alt. Natürlich wird im Laufe des Lebens die Zeit zu einer zunehmend knapperen Ressource: Heutzutage spiele ich nicht mehr abendelang Pokémon-Editionen durch. Ich habe schlicht zu viel Anderes zu tun, manchmal auch Besseres. Hin und wieder aber verbringe ich auch heute noch gern ein paar Stunden damit, mit Link Rätsel zu lösen und Prinzessin Zelda zu retten.  Oder mit Super Mario durch ein paar Level zu hechten. Ist das ein Zeichen dafür, dass ich weniger erwachsen bin? Und wenn ja, warum? Weil man das eben nicht (mehr) macht?

Ich habe einige Freunde, die zocken. Weniger als früher, aber dennoch. Wir gehen alle auf die 30 zu, und es ist für uns eine normale Freizeitbeschäftigung, gleichrangig mit Serien gucken oder, im Fall meiner Mutter, mit Fernsehen. Ich gehe auch gern zum Sport oder treffe mich mit Freunden. Ja, auch mit denen, die Videospiele spielen. Alles zu seiner Zeit. Also, ich habe fertig nachgedacht und finde: Nein, für Gaming ist man nie zu alt!