Pro und Kontra: Kontra: Für Gaming ist man nie zu alt

Pro und Kontra : Kontra: Für Gaming ist man nie zu alt

Natürlich habe ich damals meinem Sim nach bestem Wissen und Gewissen ein Haus gebaut, ihn mit Essen versorgt, regelmäßig Sport machen lassen und versucht, dass dabei sein Sozialleben nicht zu kurz kommt. Und ich habe auch die Mucklas von Petterssons Hof verjagt und bin bei GTA mit meinem Auto durch die virtuelle Stadt gebrettert.

Und ich habe das auch sehr gern gemacht. Bis ich angefangen habe, zu studieren und zu arbeiten und plötzlich abwägen musste: Computer spielen oder Freunde treffen? Zocken oder noch mal bei der Familie vorbei schauen? Ich muss keine Sekunde überlegen, welcher Freizeitbeschäftigung ich den Vortritt einräume: Das Rumdaddeln am PC hat immer das Nachsehen. Und mir ist es auch schleierhaft, wie manche Mitmenschen lieber die kostbaren Stunden nach der Arbeit freiwillig vor dem Computer verbringen als sich auf ein Bier mit ihren Freunden zu treffen.

Selbiges gilt auch für das mehrtägige Verschwinden von der Bildfläche für LAN-Partys. Natürlich sitzen dann alle, die gern zocken, im Freundeskreis zusammen, und der gesellige Aspekt erschließt sich mir. Aber sich zu treffen, um sich tage- und nächtelang nebeneinander an seinen Rechner zu setzen? Würde da eine Tour ans Meer oder ein Festivalbesuch nicht spannendere Erinnerungen schaffen?

Ich will die Freizeit, die ich habe, nicht mehr stundenlang in der virtuellen Welt verbringen. Irgendwann kommt eben der Punkt, an dem der PC gegen das Abendessen mit Freunden ausgetauscht werden sollte.

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