Vom Sofa auf den Mond: Die Lieblings-Mond-Filme, -Serien und Geschichten vom WirHier-Team

Vom Sofa auf den Mond : Die Lieblings-Mond-Filme, -Serien und Geschichten vom WirHier-Team

Vor 50 Jahren – in der Nacht zum 21. Juli 1969 – wurde eine der ältesten Visionen der Menschheit wahr: Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Mond. Das war „ein kleiner Schritt für den Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit.“ Das WirHier-Team hat diesen Moment natürlich nicht miterlebt. Trotzdem hält der Mond nicht nur eine gewisse Faszination bereit, es gibt auch zahlreiche Lieder, Gedichte und Geschichten über den Erdtrabant. Das Team verrät, an welche Filme, Serien und Momente es sich erinnert, in denen der Mond eine Rolle gespielt hat.

Anke Capellmann – Disney’s Susi & Strolch

Wenn an meine Kindheit zurückdenke, fällt mir sofort ein sehr romantischer Film-Moment ein, in dem der Mond eine Rolle spielt – auch wenn es nur ein ganz kurzer Augenblick ist, in dem er zu sehen ist. Ich spreche von der Szene, als sich Susi und Strolch im gleichnamigen Disney-Film zu „Bella Notte“ eine Portion Spaghetti mit Fleischbällchen teilen. Das Candle-Light-Dinner endet schließlich mit einem tierischen Kuss – in der nächsten Szene wird die romantische Atmosphäre im Mondschein gezeigt. Ich weiß nicht, warum mir dieser Film als erstes in den Sinn kam. Vielleicht weil ich gerne koche und gutes Essen liebe. Und weil ich das mit schönen Momenten verbinde. Und weil Liebe durch den Magen geht.

Caroline Niehus – Die Reise zum Mond

Wenn es nach Georges Méliès geht, war Neil Armstrong nicht der erste Mensch auf dem Mond. Bereits 1902 schickte er eine Gruppe Neugieriger ins All – und zwar in einer kleinen Rakete, die direkt ins Auge des Mondes flog. Klingt verrückt? War es auch. Denn Filmemacher Méliès war der erste, der mit Spezialeffekten experimentierte und so zum Beispiel Menschen verschwinden oder mit einer Rakete durch die Luft fliegen ließ. Es war sozusagen der erste Science-Fiction-Film in der Geschichte. Diese Dinge habe ich in meinem Studium gelernt, weshalb ich seither immer an „Die Reise zum Mond“ denken muss, wenn ich einen Raketenstart sehe. Passenderweise haben meine Seminare in einer alten Sternwarte stattgefunden.

Kim Statzner – Avatar - Der Herr der Elemente

Der Mond ist geheimnisvoll und magisch. Zumindest, wenn man der Anime-Serie „Avatar“ glauben darf. Und als Kind habe ich das selbstverständlich. Im Universum von „Avatar“ gibt es mächtige „Bändiger“, die die Elemente kontrollieren können. Der Mond, so besagt es die Legende, sei der erste Wasserbändiger und habe seine Kräfte an die Menschen weitergegeben. Auf der Erde tritt er in Gestalt von zwei Geistern auf. Als einer der beiden stirbt, nimmt die junge Prinzessin Yue seinen Platz ein. Ihr Liebhaber ist untröstlich, aber immer, wenn er den Mond erblickt, denkt er an sie. Das fand ich schon damals unglaublich romantisch.

Eva Onkels – Star Trek: Raumschiff Voyager

Der Mond ist für mich das Symbol für unsere Einsamkeit im All. Ein kalter Brocken, der unermüdlich auf einer schiefen Bahn um unsere blaue Murmel kreist. Und gleichzeitig ist er für mich ein Herzenswärmer, ein „Gesicht“, in das ich mich immer wieder verlieben kann. Ich war und bin ein großer Star-Trek-Fan. Das hat zwar weniger direkt mit dem Mond zu tun, schließlich „dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“, aber ganz viel mit dem Weltall und der Mond war für mich so etwas wie der Einstieg ins All. Als ich mit ungefähr zwölf Jahren von einer Lehrerin ein gebrauchtes Teleskop geschenkt bekam, war der Mond das erste Objekt, auf das ich meine Augen richtete. Und ich war begeistert. Ich habe mir ausgiebig seine Berge und Täler angesehen und die Reflektion der Sonnenstrahlen vor völliger Schwärze bewundert. Es gruselte und faszinierte mich gleichermaßen. Der Mond ist eine weiß-graue Steinwüste, eine große Leere, genauso wie das unendliche Dunkel dahinter. Da wurde mir auch zum ersten Mal so bewusst, wie groß die Dimensionen des Weltalls sind. Und vor mir breitete sich die traurige Wahrheit aus, dass kein Mensch zu meinen Lebzeiten in der Lage sein wird, unser Sonnensystem zu verlassen. Daher war ich zu Tränen gerührt, als die Raumsonde Voyager 1 2013 unser Sonnensystem verließ und ihre Schwester Voyager 2 ihrem Weg 2018 folgte. Und „Star Trek: Raumschiff Voyager“ ist immer noch meine Lieblingsserie.

Marie Eckert – Krabat

Eigentlich finde ich die Geschichte vom Meister und seinen Gesellen, unter ihnen der Waise Krabat, für Kinder fast ein bisschen unheimlich. Es ist trotzdem ein Kinderbuch, und ich habe es gelesen – vor einigen Jahren als Erwachsene noch einmal. Dabei habe ich festgestellt, dass die Erzählung nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat. Es geht um Freundschaft, um Liebe und um Zusammenhalt und natürlich auch um den Tod. Der kommt nämlich immer dann höchstselbst bei der Mühle des Meisters im Koselbruch vorbei, wenn Neumond ist. Die Mühlknappen müssen dann für ihn arbeiten – so steht es im Vertrag geschrieben, den der Meister mit dem Gevatter Tod geschlossen hat, um seinem eigenen Ableben zu entgehen. Klingt düster, ist es auch. Aber wunderschön erzählt, mit Krabat in der Hauptrolle, bei dem man nicht umhin kommt, mitzufiebern und ihm alles Glück und alle Liebe der Welt zu wünschen, die schreckliche Herrschaft des Meisters zu beenden.

Anne Schröder – Apollo 13

„Houston, wir haben ein Problem!“  Der weltberühmte Satz aus dem Mund von Tom Hanks in dem Film „Apollo 13“, der die wahre Geschichte der gescheiterten Mondlandung beschreibt, markiert den Anfang der Katastrophe. Ab diesem Satz wird der mit zwei Oscars prämierte Film „Apollo 13“ zu einem Drama. Zuvor geht es eher romantisch zu. Von der Liebe zum Mond und der Sehnsucht der Astronauten, bald darauf laufen zu können, wird man als Zuschauer mitgerissen. Nachdem der Tank explodiert war und viele andere Probleme folgten, ist man zwar erleichtert, dass alle überleben, aber fast größer ist der Schmerz, den man (mit)fühlt, wenn die Raumfähre nah an der Mondoberfläche vorbeifährt, aber nicht landen kann. Der Mond – so nah und doch so fern.

Friederike Schütterle – Das Leuchten der Stille

„Eigentlich ist es egal wo du bist. Der Mond ist nie größer als dein Daumen.“ Dieses Versprechen verbindet den Soldaten John und Savannah. Sie lernen sich in den Ferien kennen und verlieben sich ineinander. Doch John ist noch ein Jahr beim Militär verpflichtet und ihre Wege trennen sich gezwungenermaßen.  „Heute ist Vollmond – das lässt mich an dich denken ... am anderen Ende der Welt.“ Wie die meisten Filme von Nicholas Sparks kommen Romantik-Fans wie ich hier definitiv auf ihre Kosten. John schreibt wunderschöne Briefe an seine Savannah, deren Leben anders läuft, als geplant. Der Mond, der die beiden die ganze Zeit über verbindet, wird für mich zum Symbol ihrer Verbundenheit. Die Geschichte von John und Savannah ist einfach berührend und lässt den Mond auf jeden Fall am Ende in romantischerem Licht scheinen.