Das sind die Trends für Spiele im Park

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Aachener Studenten entdecken Spikeball

Badminton und Volleyball kann jeder. Wenn ihr im Sommer mal ein paar andere Spiele im Park oder im Garten ausprobieren wollt, dann haben wir hier ein paar Inspirationen für euch, die sich besonders für laue Sommernächte eignen.

Roundnet oder Spikeball

Schnell, anstrengend und gar nicht so einfach: Spikeball ist ähnlich wie Volleyball, nur statt eines Netzes in der Mitte gibt es ein rundes Trampolin-Netz am Boden, über das der Ball gespielt werden muss. Es treten zwei Teams gegeneinander an, ein Team besteht aus zwei Spielern, die sich rundherum um das Trampolin-Netz aufstellen. Das Spielfeld ist nicht begrenzt, und die 360 Grad gelten für alle. Jedes Team darf pro Angriff den Ball maximal drei Mal berühren, dann muss auf das Netz am Boden gespielt werden. Die gegnerische Mannschaft muss den dann abgeprallten Ball annehmen, um anzugreifen. Punkte gibt es, wenn Fehler gemacht werden. Wenn der Ball zum Beispiel den Boden berührt, nicht nach spätestens drei Berührungen aufs Netz gespielt wurde oder am Rahmen landet. Gespielt wird meist bis 21 Punkte.

Wikingerschach oder Kubb

Wer Flunkyball kann, der kann garantiert auch Kubb spielen. Nur wird hier nicht versucht, eine Flasche zu treffen, sondern Holzklötze. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander, die sich auf einem etwa acht Meter langen und fünf Meter breitem Spielfeld gegenüber stehen. Vor ihnen an den jeweils kürzeren Außenlinien sind Holzklötze (die Kubbs) aufgebaut. In der Mitte des Spielfeldes steht ein großer Holzklotz, der König. Ziel ist es nun, die Klötze der Gegner mit Wurfhölzern umzuwerfen. Wenn die gefallen sind, ist der König dran. Die Mannschaft, die zuerst alles umgeworfen hat, gewinnt. Wird ein Kubb getroffen, ist er aber noch nicht aus dem Spiel. Die Mannschaft, die nicht geworfen hat, sammelt die (eigenen) umgefallenen Kubbs auf und wirft sie in die Feldhälfte des Teams, das eben geworfen hat. Da, wo diese sogenannten Feldkubbs landen, werden sie wieder aufgestellt. Die Feldkubbs müssen jetzt als erstes abgeworfen werden. Fallen nicht alle Feldkubbs um, darf die Mannschaft von nun an ab dem Holzklotz werfen, der im Feld dem König am nächsten steht. Das Schöne an dem Spiel ist, dass man es in jedem Alter und in jeder Teamkonstellation spielen kann.

Leitergolf oder Ladder toss

Einen Golfschläger braucht man hierfür nicht dafür, aber sogenannte Bolas. Das sind zwei Kugeln, die mit einem kurzen Seil verbunden sind. Außerdem braucht ihr eine kleine Leiter mit drei Sprossen. Ziel des Spiels ist, drei Bolas aus etwa fünf Metern Entfernung auf eine der drei Sprossen zu werfen, sodass diese dort hängen bleiben, um so Punkte zu machen. Die oberste Sprosse gibt drei, die mittlere zwei und die untere einen Punkt. Hängen alle drei Bolas auf der Leiter, gibt es einen Extrapunkt. Die Punkte werden erst gezählt, wenn alle Spieler geworfen haben. Bolas können nämlich im Laufe des Spiels runterfallen oder werden von anderen umwickelt – dann zählen sie nicht. Pro Runde kann man zehn Punkte erreichen. Die Punkte der Runden werden stets zusammengezählt. Sieger ist, wer am Ende genau 21 Punkte hat. Wirft man über 21, bekommt man für die aktuelle Runde null Punkte und hat in der nächsten Runde erneut die Chance. Es braucht schon viel Geschicklichkeit und eine Portion Glück, um zu gewinnen. Eine kleine Portion Frusttoleranz ist auch hilfreich.

Bean Bag oder Cornhole

Cornhole ist ein Trend aus Amerika, wo es sogar ein Liga-
sport ist. Cornhole heißt übersetzt „Maisloch“, und das fasst die wichtigsten Komponenten zusammen. Es geht darum, mit Mais gefüllte Säckchen auf eine angehobene Plattform zu werfen, in der sich ein Loch befindet. Fällt das Maissäckchen rein, gibt es drei Punkte, bleibt es auf dem Brett liegen, gibt es einen Punkt. Nach offiziellen Regeln variiert der Ablauf, je nachdem ob man eins gegen eins, zwei gegen zwei oder in Teams gegeneinander spielt. Häufig wird das Spiel mit zwei Plattformen gespielt, die mit einem Abstand von acht Metern gegenüber aufgestellt werden. Rechts und links neben den Brettern gibt es die Wurfzonen, aus denen dann abwechselnd versucht wird, das acht Meter entfernte Loch auf dem anderen Brett zu treffen. Wenn alle Säckchen geworfen sind, ist der Durchgang zu Ende, und es werden die erreichten Punkte gezählt. Die Differenz zum Gegner gibt dann die Punkte an, die man am Ende dann tatsächlich bekommt. Wer zuerst insgesamt 21 Punkte hat, gewinnt das knifflige Wurfspiel. Es ist auch möglich, das Spiel mit einem Brett zu spielen, Hauptsache, der Spaß an Cornhole bleibt, denn das Spiel hört sich einfacher an, als es ist.

Trash Can Frisbee oder KanJam

Das Spiel ist für die Tonne. Bei KanJam soll man den zugespielten Frisbee nicht fangen, sondern ihn in eine Tonne schlagen. Noch besser ist es, wenn der Frisbee gezielt ins Innere fliegt und nicht vom Mitspieler per Hand in die Tonne ablenkt werden muss. Zwei Teams mit jeweils zwei Spielern treten gegeneinander an. Die Tonnen werden in 15 Meter Entfernung voneinander aufgestellt. Die Mitspieler eines Teams stehen sich an den jeweiligen Tonnen gegenüber. Einer ist der Werfer, der andere der Ablenker. Der Werfer versucht, die Tonne zu treffen beziehungsweise den Frisbee direkt zu versenken (entweder durch die Öffnung oben oder durch einen Schlitz an der Vorderseite der Tonne). Wenn es nicht so klappt wie gewünscht, kann der Ablenker noch eingreifen und die Scheibe umlenken. Wirft ein Spieler den Frisbee direkt in die Tonne, hat das Team sofort gewonnen. Ansonsten müssen genau 21 Punkte erzielt werden. Einen Punkt gibt es, wenn der Wurf umgeleitet wurde und die Tonne an der Außenseite trifft, zwei Punkte gibt es, wenn das ohne Hilfe passiert. Wird der Frisbeewurf umgeleitet und landet in der Tonne, ist das ein „Slam Dunk“ und stolze drei Punkte wert.