Kontra „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“: Das Dschungelcamp ist zum Fremdschämen!

Kontra „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ : Das Dschungelcamp ist zum Fremdschämen!

Was haben Gisele Oppermann, Domenica De Cicco und Evelyn Burdecki gemeinsam? Richtig, man kennt sie nicht. Und doch versucht RTL sie als B-Promis bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ zu verkaufen. Im so genannten Dschungel sollen sie mit anderen Möchtegern-Promis demütigende Aufgaben erledigen. Es ist einfach zum Fremdschämen!

Am Lagerfeuer gibt es dann Mitleidshascherei, wenn die Teilnehmer versuchen, sich mit Geschichten ihres gescheiterten Lebens zu überbieten. Gewalttätige Ausschreitungen und Drogenexzesse oder der Tod von geliebten Menschen:

Für ein paar Telefonanrufe ist ihnen keine Story aus dem Privatleben zu schade. Noch ein bisschen auf die Tränendrüse gedrückt, und die Chancen auf der Beliebtheitsskala nach oben zu rücken, steigen rapide. Selbstachtung – Fehlanzeige. Und das alles für ein wenig Aufmerksamkeit, die spätestens nach der Ausstrahlung der Staffel schneller verfliegt als der Gestank der Kandidaten, nachdem sie in Überresten von Getier gebadet haben.

Will man sich das geben? Menschen, die schon bei anderen TV-Formaten versagt haben, bei dem nächsten verzweifelten Versuch beobachten, doch etwas Ruhm zu erhaschen? Nein. Oder ehemaligen Sportlern und einst seriösen Schauspielern, die scheinbar finanziell so in Not sind, dabei zusehen, wie sie den Respekt, den sie einst wegen ihrer Leistung erhielten, in Sekundenschnelle zerstören? Ebenfalls nein. Bleibt einem also nur eins: wegschalten.