Nach dem Parkhausabriss: Wie soll es am Büchel weitergehen?

Nach dem Parkhausabriss : Wie soll es am Büchel weitergehen?

Die Planungen für den Bereich rund um das ehemalige Parkhaus Büchel gehen in dieser Woche in eine entscheidende Phase. Am Dienstagmittag äußern sich die Ratsfraktionen zu den aktuellen Vorschlägen.

Das letzte Stück Parkhaus soll am Dienstag fallen – mit leichter Verspätung. Aber immerhin. Die Planer halten sich nicht an Überresten aus Beton und damit einhergenenden terminlichen Unwägbarkeiten auf. Sie haben die weitere Entwicklung rund um den Büchel fest im Blick. Und es gibt immer konkretere Vorstellungen, wie das neue Altstadtquartier aussehen kann.

Heute wollen sich Sprecher aller Ratsfraktionen zu den Vorschlägen äußern. Am Mittwoch berät dann die Bezirksvertretung-Mitte, am Donnerstag der Planungsausschuss. Eine Entscheidung, in welche Richtung die Planung konkretisiert wird, soll im Mai fallen. Zur Auswahl stehen drei Modelle.

Dass alles unter dem Oberbegriff „Wiese“ steht, ist seit langem klar. Keine klobige Bebauung, sondern luftige, moderne Architektur mit viel Freiflächen sollen den Bereich zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Antoniusstraße und Nikolausstraße charakterisieren. Die Stadt formuliert das in der Online-Präsentation (www.aachen-buechel.de) so: „Brillante Architektur, spannende Stadträume, lebendige Erdgeschosse, gute Lösungen für Mobilität und Stadtklima – das sind die Ziele der Entwicklung.“

Das Besondere an diesem Prozess ist, dass das Wohl und Wehe der neuen Stadtmitte nicht Investoren oder einzelnen Planern überlassen wird, sondern Resultat einer ganz neuen Symbiose von Bürgerbeteiligung und Expertenwissen ist. Was durchaus zum Vorzeigemodell taugt. Die neue Art der Stadtplanung und -entwicklung hat überregional für großes Interesse gesorgt.

Bis die ersten (Aufbau-)Bagger am Büchel anrücken, wird noch einige Zeit ins Land gehen. In der „Zwischenzeit“, so der offizielle Titel, soll das Grundstück des ehemaligen Parkhauses als Eventfläche „bespielt“ werden. Die Planungen dafür sind nach Aussage von Politik und Verwaltung bereits sehr konkret.

(alp)