Nur Bruchteil ausgezahlt: Westspiel wartet auf zwei Millionen Euro Staatshilfe

Nur Bruchteil ausgezahlt : Westspiel wartet auf zwei Millionen Euro Staatshilfe

Das landeseigene Casino-Unternehmen Westspiel hat zwei Millionen Euro an staatlichen Corona-Hilfen für die Standorte in NRW beantragt, aber nur nur 100.000 Euro ausgezahlt bekommen.

Das geht aus einer vertraulichen Landtags-Unterlage hervor. Westspiel macht durch Schließungen der Casinos während der Corona-Pandemie Verluste in Millionenhöhe.

Den Informationen zufolge hatte das Minus im Dezember bei rund sieben Millionen Euro gelegen, im Januar bei 2,5 Millionen Euro. Wie aus der Information des Finanzministeriums an den Landtag hervor geht, hatte Westspiel für die Muttergesellschaft Westdeutsche Spielbanken GmbH sowie für die Tochter Casino Duisburg GmbH wegen der finanziellen Nöte jeweils eine Million Euro an Novemberhilfe beim Bund beantragt.

„Beschieden und ausgezahlt“ worden seien jeweils nur 50.000 Euro. Weitere Hilfen des Bundes seien bisher nicht beantragt worden, so das Ministerium.

Angst vor Liquisitätsengpass

Da Westspiel im November laut „Spiegel“ 35 Millionen Euro aus der Rücklage an das Land überwiesen hat, soll in dem Unternehmen laut dem Nachrichtenmagazin Angst vor einem Liquiditätsengpass herrschen. „Westspiel, die NRW.BANK und auch das Land beobachten die Liquiditätssituation von Westspiel sehr genau – wie dies die Pflicht eines Eigentümers ist“, heißt es dazu in einem weiteren Papier des Finanzministeriums: „Die weitere Entwicklung hängt vor allem von der weiteren Dauer der Schließung ab.“

Das Land will Westspiel verkaufen. Drei Bieter sind nach offiziellen Angaben noch im Rennen. Sie dürfen zurzeit die Zahlen des Unternehmens einsehen.

(dpa)