Wassenberg: „West-Musiksommer” lockt die Besucher an

Wassenberg: „West-Musiksommer” lockt die Besucher an

Nach zwei Veranstaltungen in Übach-Palenberg und in Geilenkirchen war Wassenberg am Wochenende die letzte Station des „West-Musiksommers”. Bereits zum siebten Mal kooperierten hier die Stadt, der Kultur-Förderverein und das Unternehmen NEW Energie als Veranstalter mit Unterstützung der Kreissparkasse.

Mit „Let us entertain you” startete am Samstag die Band „S.O.S. - Spirit of Sound” aus Herzogenrath in den frühen Abend und hatte dabei aufgrund des regnerischen Wetters noch recht wenig Gäste zu unterhalten. Die trudelten jedoch dann so nach und nach auf dem Pontorsonplatz ein und konnten unter den Dächern offener Zelte oder Schirme den regnerischen Abend dann noch recht trocken verbringen.

„Heute war ja ein nicht allzu sonniger Tag”, blickte Sängerin Claudia gen Himmel. „Aber ich möchte mit Ihnen im Sonnenschein spazieren gehen”, führte sie in den Song „I´m walking on sunshine” ein. Unterstützt wurde sie dabei von weiteren acht Musikern, die mit ihr im Laufe des Abends bekannte Pop- und Rocksongs der vergangenen 40 Jahre präsentierten. Gleich drei Bläser in der Gruppe brachten dabei den jeweiligen Sound ganz nah ans Original.

Im Wechsel mit „S.O.S” sorgten auf der zweiten Bühne gleich nebenan die „Rabaue” für „kölsche Tön”. Die fünf Musiker präsentierten Oldies und bekannte Stimmungslieder, die nicht nur im Karneval gerne gehört werden. Dazu gehörten natürlich auch ihre bekanntesten Hits wie „Mir sin wie m´r sin”, das Insel- oder das Fliegerlied, „M´r ston zesamme” oder „Die Hände zum Himmel”.

Insgesamt fanden sich im Laufe des Abends rund 600 Besucher auf dem Pontorsonplatz ein, die wie Franz Peter Jansen von der NVV-Konzernkommunikation mit dem Wechselprogramm von zwei Bühnen zufrieden waren. Auf dem Platz am Rosstor, wo die Veranstaltung bis vor zwei Jahren noch stattgefunden hatte, sei der Aufbau der Bühnen immer ein großes Pro-blem gewesen. „Dieser Platz hier ist von seinen Möglichkeiten her viel besser”, betonte er.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der deutsch-niederländischen Freundschaft der Stadt Wassenberg und ihrer niederländischen Nachbargemeinde Roerdalen. „Damit bringt sich das Kulturprogramm in die laufenden grenzüberschreitenden Touristikaktivitäten mit der Gemeinde Roerdalen ein”, bemerkte Hermann Kitschen, Vorsitzender des Wassenberger Kultur-Fördervereins.

Bürgermeister Manfred Winkens begrüßte am Nachmittag zu der ersten gemeinsamen Veranstaltung ihrer Art in Wassenberg. Er wünsche sich, dass es vielleicht schon im nächsten Jahr eine solche Musikveranstaltung auf der Grenze gebe, so wie es früher das Karkener Ochsenfest gewesen sei, betonte er. „Ein solches Treffen auf der Grenze könnte der Einstieg in die Umsetzung des gemeinsamen Tourismuskonzepts sein, es mit Leben füllen.”

Sepp Becker stellte am Nachmittag Ergebnisse der Arbeitsgruppen vor, die sich etwa mit grenzüberschreitenden Wegen oder Wasserläufen befassen, die wirtschaftlichen Strukturen beleuchten oder die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Kultur oder im kulinarischen Bereich aufzeigen. Für die Kochkunst ist die gerade eröffnete Schmugglerroute ein Beispiel.

Musikalisch präsentierten sich am Sonntag der Musikverein Birgelen und von niederländischer Seite die Vokalgruppe „Hidden Voices” aus Herten sowie die 21-köpfige „Effe Wachte Band” aus Beek.

Informationsstände der Stadt, des VVV Middenlimburg/Roerdalen, des Naturparks Maas-Schwalm-Nette, des Heinsberger Tourist Service sowie der Volkshochschule des Kreises rundeten das Programm ab.

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