Wegberg: Weit mehr Teilnehmer als sonst beim Montagsspaziergang

Wegberg: Weit mehr Teilnehmer als sonst beim Montagsspaziergang

Seit dem 8. November des vergangenen Jahres gibt es in Wegberg allwöchentlich den Montagsspaziergang gegen Atomkraft. Angesichts der Katastrophe in Japan waren diesmal am späten Montagnachmittag weit mehr Teilnehmer als zuletzt unterwegs.

Auf der Hauptstraße am Fuße der Kirche trafen sich die Atomkraftgegner, an der Spitze Marlies Schmidt und Gisela Stotzka, die beide noch am vergangenen Samstag in der Menschenkette zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart gestanden hatten, an der sich rund 60.000 Menschen beteiligten.

Beide betonten, es gehe ihnen nur um die Sache, nicht um eine parteipolitische Aktion. Sie seien „gegen die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke, gegen eine Politik, die nicht mehr die Interessen der Menschen in diesem Land vertritt”. Befürwortet werde der „weitere Ausbau der erneuerbaren Energien und die Bewahrung der Schöpfung”, führte Marlies Schmidt aus. Kraftwerke seien nicht so sicher, wie man glaubhaft mache, Störfälle seien nicht nur in Japan möglich. Sicher sei nur das Risiko, die Technik lasse sich nicht beherrschen.

Die Demonstranten zogen zunächst durch die Fußgängerzone und danach auch durch andere Straßen. Am Schluss hielt der Demonstrationszug am Fuße der Kirche an und verweilte dort noch geraume Zeit still - aus dem aktuellen, traurigen Anlass.

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