Kreis Heinsberg: Vortrag zur Inklusionsdebatte: Professorin nimmt Stellung

Kreis Heinsberg: Vortrag zur Inklusionsdebatte: Professorin nimmt Stellung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Kreis Heinsberg bietet Mitgliedern und anderen Interessierten eine Veranstaltung zu einem aktuellen Thema an: Professorin Andrea Platte von der Hochschule Fulda nimmt Stellung zur sogenannten Inklusionsdiskussion.

Der Kreis Heinsberger GEW-Vorsitzende, Klaus D. Lange, erläuterte die Ansicht der Gewerkschaft: „In dem 2006 beschlossenen Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten ein inclusive education system zu errichten, in dem der gemeinsame Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung der Regelfall ist.”

In der offiziellen deutschen Fassung der Konvention sei dies als „Integratives Bildungssystem” übersetzt worden. GEW und Behindertenorganisationen würden sich auf den Standpunkt stellen, dass das englischsprachige Original der UN-Konvention verbindlich sei und dass infolgedessen auch Deutschland verpflichtet sei, ein „inklusives Bildungssystem” zu entwickeln.

Mit dem Hinweis auf mangelnde Ressourcen oder unzureichende Ausstattung könne Menschen mit Behinderungen der Zugang zu Kitas, Schulen oder Hochschulen nicht länger verwehrt werden. Die Träger müssten die notwendigen Voraussetzungen bereitstellen und die Pädagogen müssten sich weiterbilden. Lange erklärte: „Gemeinsam mehr lernen: Gute Bildung! Auch für Kinder mit Behinderungen! Dies ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.”

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 15. September, um 16 Uhr in der Aula der Michael-Ende-Grundschule in Hückelhoven-Ratheim an der Wallstraße statt.

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