Aachen: Vorträge zur europäischen Geschichte

Aachen : Vorträge zur europäischen Geschichte

Im Rahmen der Karlspreisverleihung an Javier Solana referiert Professor Hans-Ulrich Wehler in der Vortragsreihe „Europas Gedächtnis” am Dienstag, 24. April, um 19.30 Uhr im Hörsaal Fo 4 des Kármán-Auditoriums in der Eilfschornsteinstraße zum Thema „Die Grenzen Europas im 20. Jahrhundert” . Professor Wehler war Professor für Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Bielefeld.

Professor Lord Anthony Giddens spricht im Rahmen dieser Reihe am Montag, 23. April, um 19.30 Uhr im Hörsaal Fo 1 des Kármán-Auditoriums in der Eilfschornsteinstraße zum Thema „Europe and its Memory: 50 years of the treaties of Rome” . Professor Giddens war bis 2003 Direktor der London School of Economics und Political Science und zuvor Professor für Soziologie. Gegenwärtig ist er Life Fellow am King´s College in Cambridge. Der Vortrag wird in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung gehalten.

Hat Europa ein gemeinsames Gedächtnis und wenn ja: Was wird erinnert? 50 Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge steht diese Frage wie nie zuvor im Zentrum der Debatte um eine europäische Identität. Denn Erinnerungen prägen unser Selbstverständnis und stellen die Weichen für die Zukunft. Die aktuelle Brisanz zeigt sich etwa in den Debatten um Günter Grass, die Vertriebenen-Ausstellung oder die Entschädigung der Zwangsarbeiter.

Wie bedeutsam ist das gemeinsame Erinnern für die Integration Europas? Wer erinnert an was? Was soll in Erinnerung behalten werden? In der Vortragsreihe „Europas Gedächtnis” stellen Experten ihre Antworten auf diese Fragen zur Diskussion. Zugleich geht es um die Wahrnehmung und um die Bewertung europäischer Einigungspolitik aus regional unterschiedlichen und zeitlich versetzten Perspektiven.